Im Augsfelder Werk von Bosch-Rexroth ging der Warnstreik der Industriegewerkschaft (IG) Metall am gestrigen Freitag in die nächste Runde. Es gab keine Kundgebung, jedoch legten die Mitarbeiter in allen drei Schichten die Arbeit nach jeweils fünf Stunden nieder, gingen so drei Stunden früher in den Feierabend.

Der Vertrauenskörperleiter Reinhold Binzenhöfer informierte alle Arbeiter vor dem jeweiligen Schichtbeginn vor dem Werkstor mit dem Aufruf zum Warnstreik und der damit verbundenen Arbeitsniederlegung . Binzenhöfer arbeitet schon seit 26 Jahren für den Konzern und hat "sowas noch nie erlebt" und fordert, dass "sich die Arbeitgeber endlich schnellstmöglich bewegen sollen und auf unsere Forderungen eingehen".

Die IG Metall fordert eine Anhebung der Löhne um vier Prozent. Eine Verbesserung der Beschäftigungssicherheit durch Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich steht ebenso auf der Agenda wie tarifliche Perspektiven für die Zukunft.

Die Transformation für eine sichere Zukunft könne man nicht gegen die Mitarbeiter machen, sagte der Gewerkschafter. "Wenn die Arbeitgeber in der gesamten Republik nicht auf unsere Forderungen eingehen, wird es zu einer Eskalation kommen. Das Verhalten der Arbeitgeber ist für uns nicht akzeptabel", rügte Binzenhöfer. rr