Der im Jahr 1905 als Verschönerungsverein gegründete heutige Fränkische-Schweiz-Verein Muggendorf ist seit 70 Jahren eine Ortsgruppe im FSV-Hauptverein. Dieses Jubiläum wollen die Mitglieder am 10. Mai mit einem kleinen Heimattag feiern.

Man trifft sich um 17.30 Uhr am FSV-Haus neben der Kneipp-Anlage. Dort hält Vorsitzender Jürgen Simon einen kurzen Rückblick über die Vereinsgeschichte. Danach geht es hinauf zur ausgeleuchteten Rosenmüllerhöhle, "wo alles begann", so Jürgen Simon. Der Tag klingt im Gasthof "Kohlmannsgarten" unter der "Richard-Wagner-Linde" mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Zur ordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthof "Kohlmannsgarten" konnte Simon den Wirt Fritz Wehrfritz als das mit 55 Jahren längste Vereinsmitglied willkommen heißen. Zu den zentralen Aufgaben des Heimatvereines gehören neben der Pflege des Wanderwegenetzes das Schmücken des Osterbrunnens sowie die Gestaltung des Erntewagens beim großen Festzug am Erntedank- und Kürbisfest.

Anschluss an den Bahnhof

Der Vorsitzende stellte in Aussicht, dass Start und Ziel des Naturlehrpfades am "Schützenberg" an das Naturpark-Infozentrum verlegt werden. Damit erfolgt ein direkter Anschluss an den Bahnhof Muggendorf der Dampfbahn Fränkische Schweiz. Der Fränkische-Schweiz-Verein habe es sich zur Aufgabe gemacht, den Tourismus im Markt Wiesenttal zu unterstützen. Jeder Einzelne könne dazu beitragen, "uns vor der großen Leere zu bewahren", sagte Jürgen Simon. Heidi Dostler kümmert sich auch heuer um das Schmücken des Osterbrunnens am Muggendorfer Marktplatz. Chantal Thürmer konnte einen zufriedenstellenden Kassenbestand vorweisen.

Jeden ersten Freitag im Monat bietet Wanderwart Robert Stein eine Nachmittagswanderung an. Jürgen Wagner kümmert sich um die Muggendorfer Höhlen und deren Umfeld. Es sind dies die Oswaldhöhle, die Wundershöhle, die Witzenhöhle, die Doktor-Höhle und ganz besonders die Rosenmüllerhöhle.

Über 200 Stunden wendeten die Mitglieder für die Pflege des über 90 Kilometer langen Wanderwegenetzes im vergangenen Jahr auf, wie die Bilanz von Wegewart Werner Messingschlager zeigte. Erika Fichtel überbrachte den Dank der Nachbarortsgruppe Engelhardsberg für die Mithilfe beim Unterhalt der Treppenanlage durch und über die Riesenburg.

Als neuer Gebietswegewart Mitte stellte sich Jörg Ankenbrand von der Ortsgruppe Streitberg vor. "Der Markt Wiesenttal und seine drei FSV-Ortsgruppen sind wie Verwandte, denn sie haben gemeinsame Ziele zum Wohle unserer fränkischen Heimat", sagte Bürgermeister Helmut Taut (FW) in seinem Grußwort.

Am Schluss der Versammlung gab es Ehrungen. Mit dem Abzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Marlene Grösche, Klaus und Heidi Hüttelmeyer, Walter und Silvia Roller, Armin Pöhlmann, Stefan Schröder, Johann und Elisabeth Seliger ausgezeichnet. Paul Pöhlmann