Nach der Warnstreikaktion in der Vorwoche hat die IG Metall die Beschäftigten der Firma Kennametal in Ebermannstadt auch in der zweiten Warnstreikwelle zu einer Frühschlussaktion inklusive Kundgebung aufgerufen. Solidarisch unterstützt wurden sie dabei von Kollegen des Automobilzulieferers Borg Warner in Muggendorf.

Am Mittwoch versammelten sich die Beschäftigten unter Beachtung der geltenden Corona-Vorschriften am Sportplatz des TSV Ebermannstadt , um erneut für die Tarifforderung nach vier Prozent mehr Entgelt im Volumen, verbindliche Regelungen zu den Themen Transformation und Beschäftigungssicherung sowie einer verbindlichen Übernahme der Ausgebildeten einzustehen. Der Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, Martin Feder, rief in Richtung Mitarbeiter : "Im Gegensatz zu anderen Branchen leidet die Metall- und Elektroindustrie aktuell nicht unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im überwiegenden Teil unserer Betriebe sind die Auftragsbücher gut gefüllt, teilweise überfüllt. Die Unternehmen sind nur so gut, wie ihre Mitarbeiter . Entsprechend wollen auch die Beschäftigten einen verdienten Anteil am Unternehmenserfolg für sich beanspruchen - und dies zu Recht."

Im Vergleich zur vorherigen Frühschlussaktion setzte man diesmal mit einer über zweistündig verkürzten Arbeitszeit nochmals ein deutlich verstärktes Signal in Richtung Arbeitgeberlager. "Unser Unternehmen hat in den zurückliegenden Jahren gute Gewinne eingefahren, steht trotz der Corona-Pandemie auch weiterhin stabil da. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Arbeitgeber Corona als Mittel zum Zweck nutzen, den Kollegen in die Tasche greifen und den Ertrag der letzten Jahre alleine für sich beanspruchen" erklärte Betriebsratsvorsitzender Thomas Bauernschmitt. red