Gut besucht starteten die Konzerte des Kuratoriums für Kunst und Kultur im Forchheimer Land nach der pandemiebedingten Pause. Das Ensemble Hundshaupten begeisterte die über 150 Zuhörer, die trotz des Gewitterrisikos gekommen waren.

„Keine schwere Kost“, hatte Wolfram Weltzer, der Moderator des Abends, angekündigt. Gemeinsam mit der Blechbläserformation, in der er einer der Posaunisten ist, hielt er sein Versprechen: Die vier Trompeten , vier Posaunen , zwei Hörner und die eine Tuba banden einen musikalischen Blumenstrauß aus klassischen Werken, Jazzstandards und Filmmusik . Vor der traumhaften Kulisse der barocken Bauten und des Rosengartens von Schloss Thurn zeigten sie romantische Klangschönheit ebenso wie barocke Virtuosität.

Die Überraschung des Abends war das Arrangement von Beethovens berühmter fünfter Sinfonie: Das Blechbläserensemble spielte das Stück in leichter Verfremdung durch lateinamerikanische Rhythmen. Hinzu kam eine Fassung von Mozarts Arie der Königin der Nacht aus der Zauberflöte für Tuba solo: Berthold Gunreben spielte virtuos. Großes Klangvolumen zeigte danach Martin Weber, als er ein Bassposaunensolo der Filmmusik zu „The Days Of Wine And Roses“ spielte.

Frühbarocke Tänze und Samba

Was die neun Blechbläser und zwei Blechbläserinnen unter der Leitung von Bernhard Joerg technisch und musikalisch draufhaben, zeigten sie außerdem bei frühbarocken Tänzen von Claude Gervais, einen Samba des deutsch-uruguayischen Komponisten Enrique Crespo und einer Fanfare des jungen Niederländers Steven Verhelst.

Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen, das Ensemble mit zwei Zugaben. „Gerade in diesen Zeiten kommt es darauf an, dass wir Kultur wirklich wollen“, sagte Moderator Weltzer.

Die Konzertreihe des Kuratoriums geht im September weiter, unter anderem mit dem Trompeter Till Fabian Weser und dem Organisten Georg Schäffner. Hinzu kommen ein Auftritt eines Holzbläsertrios in Egloffstein sowie die Balthasar-Neumann-Musiktage im Oktober. red