Die Gemeinde Kleinsendelbach hat einige große Ausgaben vor sich. Das wurde in der Gemeinderatssitzung beim Erlass der Haushaltssatzung deutlich. Ohne Kredit sind die Investitionen nicht zu bezahlen. Die Pro-Kopfverschuldung beträgt dadurch zum Ende des Jahres 313 Euro .

Angesichts der anstehenden Belastungen gelang es Kämmerin Ursula Lauterbach, einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erstellen. Die Eckdaten unterbreitete Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) dem Gemeinderat.

Mit einem Gesamtvolumen von 4,13 Millionen Euro erfährt der Haushalt eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 659.200 Euro . Im Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) sind 2,9 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt 1,2 Millionen Euro eingeplant, darunter Investitionen von 1,1 Millionen Euro .

Die Investitionen umfassen Baumaßnahmen und Anschaffungen im Feuerwehrbereich. Die größten Projekte sind der Anbau am Feuerwehrgerätehaus Kleinsendelbach mit 200.000 Euro , die Investitionsumlage an den AZV Schwabachtal mit 200.000 Euro und die Errichtung des Löschwasserbehälters in Schellenberg mit 130.000 Euro . Hinzu kommen 75.000 Euro für den Neubau des Regenwasserkanals im Drosselweg.

Unverändert bleiben die Steuersätze für die Realsteuern. Sie liegen bei der Grundsteuer A und B bei 350 von Hundert und bei der Gewerbesteuer bei 380 von Hundert.

Dorfgemeinschaft ist dagegen

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass bei Realisierung der veranschlagten Einnahmen und Ausgaben die Leistungsfähigkeit der Gemeinde weiter vorhanden ist. Bei vier Gegenstimmen verabschiedete das Gremium den Haushalt 2022 sowie den Finanzplan für die Jahre 2022 und 2023, wobei die Fraktion der Dorfgemeinschaft geschlossen ihre Zustimmung verweigerte.

Wolfgang Höger (UWK) nahm dies zum Anlass, die Dorfgemeinschaft öffentlich zu kritisieren. „Es ärgert mich, wenn immer wieder dieselbe Fraktion ihre Zustimmung verweigert, um ihre persönlichen Befindlichkeiten gegenüber anderen Räten und der Bürgermeisterin damit zum Ausdruck zu bringen“, erklärte Höger. Das Gemeinwohl der Kommune sollte im Fokus stehen, forderte er.

Erneut behandelte der Gemeinderat das Thema Baulandaktivierung des gemeindlichen Grundstücks an der Schellenberger Straße. Hierzu hatte der Fachbereich Naturschutz mitgeteilt, dass das Areal aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege für eine Wohnbebauung grundsätzlich geeignet sei. Dagegen werden gegen eine Einbeziehung der Nachbargrundstücke, wie von einigen Räten gefordert, erhebliche Einwände erhoben.