Erfrischender kann man das neue Jahr wohl kaum beginnen als mit einem Sprung in das Wasser des Stöppacher Dorfteiches. Bei 0 Grad Außentemperatur und etwa 3 Grad warmem beziehungsweise kaltem Wasser wagten sich heuer 36 mutige Schwimmer in das eisige Nass. Die Teilnehmer kommen inzwischen nicht mehr nur aus Stöppach selbst, sondern aus dem gesamten Landkreis sowie sogar noch darüber hinaus. Am Start waren außerdem das Run-and-Bike-Team aus Coburg sowie die Wasserwachten aus Coburg und Sonnefeld.

Mit Neoprenanzügen waren nur wenige bekleidet. Die meisten trugen einfach nur Badehose, Badeanzug oder Bikini - und mitunter noch eine rote Nikolausmütze als Be- beziehungsweise Verkleidung.

Doch so kalt es im Wasser auch war: Weil die Gemeinde Untersiemau den Dorfteich im vergangenen Jahr hat ausbaggern lassen, präsentierte er sich jetzt immerhin von Schlamm befreit. In diesem Jahr war es mal wieder eine Besonderheit, dass der Teich mit einer dünnen Eisschicht bedeckt war. Deshalb konnte auch nicht der ganze Teich beschwommen werden.

Bevor es vor den Augen zahlreicher Schaulustiger losgehen konnte, musste zunächst mit einem Vorschlaghammer das Eis aufgebrochen werden, damit im Teich eine Bahn zum anderen Ufer entstand.

Im Ziel wartete auf die Neujahrsschwimmer ein warmer dampfender Pool, der mittels eines holzbetriebenen Durchlauferhitzers über 30 Stunden lang beheizt wurde. Viele konnten von dem erfrischenden Neujahrsbad aber gar nicht genug bekommen und gingen statt in den Aufwärmpool erst noch ein zweites oder gar drittes Mal in den eisigen Dorfteich.

Fazit: Es war wieder eine Riesen-Gaudi! Viele der Teilnehmer sind "Wiederholungstäter" und äußerten sich am Rande total begeistert von diesem mittlerweile wohl größten und spektakulärsten Neujahrsevent in der Region.

Gut gegen Erkältung

Das Stöppacher Neujahrsschwimmen gibt es seit 2013. Wer daran teilnimmt, sollte gesund und körperlich fit sein. Zur Absicherung war der First Responder anwesend, musste aber nicht eingreifen. Somit besteht die Hoffnung, dass sich die kalte Prozedur insgesamt sogar förderlich auswirkt. So erzählten mehrere Teilnehmer übereinstimmend von einer abhärtenden Wirkung: "Wenn wir das hier nicht machen würden, bekämen wir irgendwann im Winter noch eine starke Erkältung."