Tief durchatmen und schon ging es los für zwölf Musikerinnen und Musiker der Jugend- und Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand zum Erste-Hilfe-Kurs beim BRK in Erlangen.

Die Devise "Tief durchatmen" wird wohl allen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben, denn so lautet auch immer die erste Handlungsempfehlung für jeden Ersthelfer. Ob für den einen ganz Neues zu lernen - die jüngste Teilnehmerin war erst 15 Jahre alt - oder auch für die meisten ihr lang zurückliegendes Wissen wiederaufzufrischen, für jeden gab es an einem ganzen Sonntag viel zu lernen.

Leider konnten aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie nicht alle Übungen ausprobiert werden, doch der Dozent hatte ein Händchen dafür an einem lebenden Objekt die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zu zeigen. Mit witzigen Merksprüchen, wie "Ich schwöre, wenn Du mir ans Knie fasst, haue ich Dir eine auf die Backe" für die stabile Seitenlage oder auch "Im Falle eines Falles, klebt Leukoplast fast alles" wurde es nie langweilig. Begeistert war auch der Dozent, dass die Initiative für diesen Kurs vom Jugendleiterteam bzw. der Jugendreferentin Dagmar Bürzle selbst kam. "Als Verein tragen wir die Verantwortung, insbesondere für unsere jüngsten Musikerinnen und Musiker bei Ausflügen, welcher wir auch durch den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses gerecht werden wollen. Somit ist es unser Ziel, das Wissen alle drei Jahre aufzufrischen und wieder einen Kurs zu organisieren", so Dagmar Bürzle über die Hintergründe. Während der Vormittag ganz im Zeichen des "Patienten mit Loch" stand, ging es nachmittags nach einem reichhaltigen Mittagsbuffet, um welches sich die Teilnehmer selbst gekümmert hatten, noch einmal sehr hitzig zu. Verletzungen durch Verbrennungen, Verbrühungen oder auch diverse Symptome eines Sonnenstichs galt es zu behandeln. Auch wurde die Benutzung eines AED (automatisierter externer Defibrillator), welcher unter anderem in Neunkirchen an öffentlichen Plätzen zu finden ist, für den Ernstfall vorgeführt. Bevor ein interessanter und unterhaltsamer Tag zu Ende ging, musste jeder Teilnehmer nochmals das Erlernte bei der Durchführung einer Reanimation unter Beweis stellen. Also hieß es ein letztes Mal für diesen Tag: durchatmen für jeden. Die Teilnehmer konnten stolz ihre Bestätigung entgegennehmen. red