Eine echte Premiere gab es am Mittwoch im Coburger Rathaus: Erstmals trat der "Klimasenat" zusammen, der nach der Kommunalwahl 2020 gebildet wurde. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) sprach gar von einem "historischen Moment" und unterstrich, das es in dem Gremium darum gehe, "nicht nur zu reden, sondern zu handeln". 28 Jahre nachdem Coburg dem Klimabündnis europäischer Städte beigetreten ist, gab der OB die Devise vor: "Wir müssen als Stadt Vorbild sein!" Deshalb sollten kleine wie auch "Leuchtturmprojekte" für den Klimaschutz entwickelt werden.

Was damit konkret gemeint sein könnte, darauf gab es in der Sitzung schon mal einen Vorgeschmack. Michael Mosebach, der in der Stadtverwaltung als Klimaschutzmanager fungiert, stellte einen "Aktionsplan für eine nachhaltige und klimafreundliche Stadtentwicklung in Coburg" vor. Darin heißt es zum Beispiel, dass "klimaneutrale Quartiere" entstehen könnten. Das heißt, in neuen Baugebieten sollte vorrangig regenerative und möglichst regionale Energie zum Einsatz kommen. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau des kommunalen Fernwärmenetzes. Ebenso soll das Angebot einer fachkompetenten und neutralen Bürger-Energieberatung ausgebaut werden.

Einen großen Part stellt der Verkehr dar. Die Stadt möchte klimafreundliche Alternativen fördern und selbst mit bestem Beispiel vorangehen. Angebote wie E-Bike- und E-Car-Sharing sowie der ÖPNV spielen dabei eine entscheidende Rolle. os/nel