Etwa 35 000 Euro Sachschaden und zwei leicht verletzte Personen sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Montagabend gegen 18.30 Uhr am unbeschrankten Bahnübergang nach Kösfeld (Gemeinde Meeder) ereignete.

Ein Agilis-Triebwagen war aus Richtung Wiesenfeld gekommen und auf dem Weg nach Coburg. Der Triebwagen war mit neun Fahrgästen besetzt.

Aus noch ungeklärter Ursache übersah der Fahrzeugführer eines Mercedes, ein 62-jähriger Coburger, den herannahenden Zug und stieß mit der linken Fahrzeugfront mit diesem zusammen. Dabei wurde der Autofahrer leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst, der mit zwei Rettungsfahrzeugen sowie einem Notarzt und einem Einsatzleiter am Unfallort war, ins Klinikum Coburg gebracht. Der leicht verletzte Triebwagenführer erlitt einen Schock und wurde vor Ort behandelt.

Durch die Feuerwehren aus den umliegenden Orten und aus Coburg, die mit 41 Wehrleuten angerückt waren, wurde die Unfallstelle abgesichert und ausgeleuchtet. Aufgrund des steilen Ausstiegs aus dem Zug mussten die Feuerwehren Meeder und Coburg eine provisorische Ausstiegshilfe an dem Triebwagen aufbauen. Mittels dieser Rettungsplattform konnten die Zuginsassen, die bei dem Unfall mit dem Schrecken davongekommen und unverletzt geblieben waren, den Triebwagen verlassen. Sie konnten anschließend mit einem vom Zugunternehmen bereitgestellten Reisebus ihre Fahrt fortsetzen. Auch der Notfallmanager der Bahn war vor Ort.

Die Zugstrecke Bad Rodach - Coburg war am Montagabend dann für mehrere Stunden gesperrt.

Gegen den Pkw-Fahrer wird nach Angaben der Polizei-Inspektion Coburg wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. mst