Der Fürther Immobilien-Unternehmer Michael Peter hat mit einer ungewöhnlichen XXL-Spende zum Höhepunkt der Corona-Krise für Aufsehen gesorgt. Ungewöhnlich, weil Peter über die Öffentlichkeit nach potenziellen Empfängern des vielen Geldes gesucht hat. 

Im Rahmen des Spenden-Marathons hat Peter bislang insgesamt 22 Einzelprojekte unterstützt. Das viele Geld ist dennoch erst rund zur Hälfte verteilt. Immerhin sollen schon knapp 270.000 Euro für den Kampf gegen Corona in der Region ausgeschüttet worden sein. Offensichtlich will Michael Peter das restliche Geld auch noch loswerden.

Für Geld bewerben: Was muss ich mitbringen?

Damit noch „möglichst viele Projekte“ unterstützt werden können, will Peter die Spenden-Aktion fortsetzen. Geeignete Kandidaten könnten sich weiterhin hier bei seiner „Vita-Stiftung“ bewerben.

Im Vorfeld erläuterte Peter gegenüber inFranken.de, was Kandidaten mitbringen müssen. Sie sollten gemeinnützig, wohltätig oder ehrenamtlich tätig sein. Dabei würden auch kleine Vereine und Initiativen mit ungewöhnlichen Ideen berücksichtigt werden, so der Unternehmer. "Wir prüfen jede Anfrage individuell im Detail."

Diese Projekte haben bereits Spenden erhalten

Mehr als 300 Projekte sollen sich bereits für eine Spende beworben haben. Besonders großzügig hat der Fürther Immobilien-Unternehmer seine fränkische Heimatstadt mit seiner P&P-Stiftung „Vita“ bedacht.

Fürth hat Michael Peter allein mit satten 175.000 Euro im Kampf gegen Covid-19 unterstützt. Den größten Brocken hat das Klinikum Fürth erhalten. Die Anschaffung von medizintechnischer Ausrüstung hat der großzügige Spender allein mit über 150.000 Euro unterstützt. Durch die neuen Geräte sei das Klinikum Fürth laut P&P-Stiftung in die Lage gebracht worden, die Geschwindigkeit der Auswertung von Corona-Tests von mehreren Tagen auf wenige Stunden deutlich zu reduzieren.

Das restliche Geld hat Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD)zum Schutz der Bevölkerung offensichtlich ebenfalls gut gebrauchen können. 10.000 Euro sind beispielsweise an die Fürther Schulen geflossen, um Desinfektionsspender aufstellen zu können. Ebenfalls 10.000 Euro hat das Fürther Stiftungsaltenheim für Schutzausrüstung erhalten.

Schon relativ wenig Geld kann viel verändern

Neben großen Projekten hat Peter auch zahlreiche kleine Initiativen gefördert. 1500 Euro hat die „Vita“-Stiftung beispielsweise an einen fränkischen Verein für Alleinerziehende  überwiesen, um die in der Krise besonders geforderten Mütter und Väter zu unterstützen. Damit ein Sportverein trotz Corona mit Kindern turnen kann, ist sogar noch weniger Geld nötig gewesen. Um einen Slackline-Kurs als Alternative zum klassischen Turnen für die Kleinen auf die Beine stellen zu können, hat der SV Weierhof schlappe 599 Euro benötigt.

Über 500 Euro hat sich der Forchheimer Kinder– und Jugendhort der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gefreut. Die Spende sei zur Anschaffung von Computer-Tablets zur digitalen Betreuung der Kinder und Jugendlichen in schwierigen Zeiten dringend benötigt worden. Ebenfalls 500 Euro hat Peter an „Migration Forward“ gespendet. Unter der Überschrift „Schutzausrüstung für Sterbehelfer“ sind 260 Euro an einen Hospiz-Verein bei Forchheim geflossen, um mit diesem „kleinen Beitrag die Not der Sterbehelfer ein wenig lindern“ zu können, schreibt die Stiftung auf ihrer Homepage.

„Dass wir auch mit kleinen Spendenbeträgen so große Hilfe leisten können, macht mich sehr stolz“, freut sich der Fürther Unternehmer.