Das Wochenend-Wetter wird in Franken noch einmal winterlich, danach strömt milde Luft ein und sorgt für einen deutlichen Temperaturanstieg. Der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach hat seine Prognose noch einmal aktualisiert.

Update vom 30.01.2021, 11.40 Uhr: Vorhersage angepasst

"Eine Kaltfront überquert uns am heutigen Samstag von Norden her", so der "Wetterochs" in seiner Vorhersage. "Der Übergang von Regen in Schneefall schreitet dabei etwas schneller voran als gestern noch erwartet. In der kommenden Nacht zum Sonntag schneit es noch zeitweise (1-3 cm Neuschnee). Die Temperaturen liegen bei -1 Grad."

Am Sonntag könne es im Bamberger Raum und in der Fränkischen Schweiz aufheitern. Ansonsten bleibe es wahrscheinlich eher bedeckt. Es bleibe niederschlagsfrei. Im Regnitztal liege die Temperatur bei bis +2 Grad. Die Dauerfrostgrenze liege bei 500 m. Der schwache Wind wehe aus Ost.

Das Wetter ab Montag in Franken

In der Nacht zum Montag sei es wechselnd bewölkt. Zu 50 % könne es bei Temperaturen zwischen 0 und -2 Grad geringfügig schneien.

"Am Montag ist es überwiegend bedeckt", so Stefan Ochs. "Tagsüber fällt nur gelegentlich etwas Regen oder Schnee. Abends regnet es dann zeitweise. Die Temperaturen liegen ab Mittag bei +2 Grad. Der schwache Wind weht aus Südost. Von Dienstag bis Donnerstag ist es regnerisch bei hohen Temperaturen, die um +10 Grad schwanken. Der Westwind ist in Böen stürmisch. Ob und wann es danach wieder zu einer Abkühlung kommen wird, ist noch unsicher. Die Temperaturprognosen der verschiedenen Wettermodell-Läufe streuen ab Freitag stark."

 Wo regnet es und wo schneit es? "Dazu gibt es eine schöne Radarauswertung vom Deutschen Wetterdienst", empfiehlt der "Wetterochs".

Achtung: Aktuell kommt es in einigen Regionen Frankens zu Überschwemmungen. Örtlich gilt Hochwasser-Alarmstufe Rot.

Ursprüngliche Meldung vom 30.01.2021, 7 Uhr

Für Samstag und Sonntag prognostiziert Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach erneuten Schneefall: "Am Samstagnachmittag geht von Norden her der Regen in Schneefall über und die Temperaturen sinken auf 0 Grad. Zugleich dreht auch der mäßige und in Böen starke Wind von West auf Nordost. In der Nacht zum Sonntag schneit es bei Temperaturen um -1 Grad noch zeitweise und es dürfte sich überall eine dünne Schneedecke bilden."  Es wehe ein schwacher Nordostwind.

"Am Sonntag schneit es nur anfangs im Süden noch etwas, ansonsten bleibt es niederschlagsfrei", so der "Wetterochs". Nördlich des Mains heitere es auf, südlich des Mains könne sich auch eine Wolkendecke halten. Die Temperaturen erreichten maximal +2 Grad.

"Am Montag und in der Nacht zum Dienstag zieht ein kleines Tief über Süddeutschland nach Osten", so Stefan Ochs. "Wahrscheinlich bringt dieses Tief mildere Luft mit und leichte Niederschläge, die von Schnee in Regen übergehen." Die Temperaturen erreichen dann +2 Grad. Ein anderes Wettermodell prognostiziert jedoch auch Anfang der Woche noch Schneefall: "Davon abweichend kämen die Niederschläge beim ICON-Wettermodell erst am Abend und wegen des etwas niedrigeren Temperaturniveaus in Form von Schnee", so der "Wetterochs"

Am Dienstag und Mittwoch herrsche regnerisches Wetter. "Die Temperaturen steigen nach und nach auf +10 Grad." Anschließend könne sich in der zweiten Wochenhälfte wieder kältere Luft aus Nordeuropa bei uns durchsetzen.

Hochwasser in Franken

Auch zur aktuellen Hochwassersituation äußert sich der "Wetterochs": Die Pegel stiegen derzeit in den Gebieten mit dem meisten Schnee am wenigsten an. "In Plech ist von gestern auf heute die Schneehöhe von 42 auf 29 cm gesunken, während gleichzeitig das enthaltende Wasseräquivalent von 63 auf 81 Liter pro Quadratmeter gestiegen ist. Offensichtlich ist die Schneedecke erhalten geblieben und hat zusätzlich noch das Regenwasser aufgenommen. Hoffen wir, dass das nicht noch abtaut, bevor morgen am Samstag ab ca. 14 Uhr mit einsetzendem Frost eine Stabilisierung einsetzt."