Wer den Jahresrückblick 2020 anschaut, wird überrascht sein, dass in diesem Jahr auch Wahlen waren. Die Pandemie hat so viel verändert, da kommt einem die Wahl im März schon so weit weg vor. Doch es stimmt: Am 15. März 2020 war die Kommunalwahl in Bayern.

Hermann Ulm (CSU) blieb mit 76,4 Prozent der Stimmen klar Landrat für den Landkreis Forchheim. Er setzte sich gegen Reiner Büttner (SPD) durch.

Deutliche Siege von Bekannten

Nichts verändert hat sich auch in Ebermannstadt: Christiane Meyer (68,46 Prozent) blieb dort auf dem Rathaussessel.

Seinen Posten verteidigte Hanngörg Zimmermann (FW) in Gößweinstein mit 79 Prozent der Stimmen. Ebenso bleibt der Eggolsheimer Claus Schwarzmann (BB/OEB/AS) Rathauschef (59,06 Prozent). Bernd Drummer (BGW) bleibt Bürgermeister in Wiesenthau (64,1 Prozent) und Florian Kraft (FWG L/D) hat sein Amt in Leutenbach verteidigt (67,86 Prozent). Bürgermeisterin in Kleinsendelbach bleibt Gertrud Werner (UWK) mit 57,7 Prozent der Stimmen. Holger Bezold (FW) wurde mit 62,3 Prozent in Dormitz wiedergewählt und Oswald Siebenhaar (UWB) ist wieder Bürgermeister von Langensendelbach. Er hatte 75,88 Prozent der Stimmen erhalten.

Auch im Amt bleiben Gisela Schulze-Bauer (Hiltpoltstein), Anja Gebhardt (Kirchehrenbach), Stefan Förtsch (Egloffstein), Markus Grüner (Obertrubach), Rudolf Braun (Weißenohe) und Paul Steins (Poxdorf), die alle keinen Gegenkandidaten hatten.

Neu und direkt gewählt wurden am 15. März hingegen in Hausen Bernd Ruppert (CSU, 58,8 Prozent) sowie Martin Walz (CSU, 59,15 Prozent) in Neunkirchen am Brand, Marco Friepes (CSU, kein Gegner, 88,76 Prozent) in Weilersbach und Elisabeth Simmerlein (FW, 64,5 Prozent) in Pinzberg sowie Michael Bayer in Hetzles (Bürgerblock, 69,1 Prozent) und Marco Trautner (FW/CSU, kein Gegner, 81,53 Prozent) in Wiesenttal. Alwin Gebhardt (DWV) verdrängte mit 56,1 Prozent der Stimmen in Unterleinleiter Amtsinhaber Gerhard Riedinger vom Chefsessel.

Unter ihnen fällt natürlich Elisabeth Simmerlein auf. Mit 29 Jahren wurde sie die jüngste Bürgermeisterin im Landkreis Forchheim. Von sich reden machte aber auch Martin Walz aus Neunkirchen. Als Vorreiter eines digitalen Amts drehte er Videos, in denen er unter anderem auf die aktuelle Coronalage in seiner Heimatkommune einging. Außerdem hielt er die erste virtuelle Bürgerversammlung im Landkreis ab.

Auszählung dauerte länger

Von sich überzeugen konnten aber auch die acht Sieger, die in die Stichwahl gegangen waren. Allen voran Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD), der in der Stichwahl gegen CSU-Mann Udo Schönfelder gewann. Das Ergebnis dieser Wahl war aber anders als die andern sieben Stichwahl-Ergebnisse nicht bereits am Sonntagabend fertig ausgezählt gewesen.

In Heroldsbach hatte sich Benedikt Graf von Bentzel (CSU) in der Stichwahl mit 56,99 Prozent gegen Peter Münch (FW/FWOe) durchgesetzt. In Heroldsbach waren wie in Igensdorf, Kunreuth und Pretzfeld je zwei Kandidaten in der Stichwahl, die bisher noch nicht das Amt des Bürgermeisters innehatten.

In Pretzfeld setzte sich Steffen Lipfert (FW) mit 55,05 Prozent gegen Christian Mayer (WIR) durch. Ernst Strian (Liste Demokratie) feierte in Kunreuth einen knappen Sieg (51,4 Prozent) gegen Edwin Rank (CSU/Bürgerblock). Deutlicher fiel der Sieg von Edmund Ulm (CSU) in Igensdorf aus. Er gewann mit 57,41 Prozent der Stimmen gegen Uwe Zollikofer (Igensdorfer Umland).

In drei Rathäusern wurden die Amtsinhaber in der Stichwahl geschlagen. In Effeltrich setzte sich Peter Lepper (FW, 51,4 Prozent) gegen Kathrin Heimann (Effeltricher Liste) durch. In Hallerndorf siegte Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) gegen Torsten Gunselmann (CSU) mit 52,43 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen und in Gräfenberg war Ralf Kunzmann (FW, 52,55 Prozent) gegen Hans-Jürgen Nekolla (SPD) siegreich. jen