Und tatsächlich war das Thema des Abends "Hollywood", als die Abiturienten des Gymnasiums Fränkische Schweiz ihre Zeugnisse bekamen.

Die Lehrer Susanne Behler, Mia Schöpf und Bernd Heberlein stießen mit Sekt auf den "guten Jahrgang" an. "Wir sind stolz darauf, dass nach der jahrelangen Arbeit so viele Schüler das Abitur gepackt haben", freute sich Mia Schöpf. In diesem Jahrgang seien viele interessante Jugendliche gewesen. So hofft sie, dass sie später mal erfährt, was aus ihnen geworden ist.

Noch mehr bewegt waren die Eltern der Abiturienten. Beide Söhne von Birgit und Ralf Ganschow haben in diesem Jahr das Abitur gemacht. Die beiden hatten ein wenig mit gefiebert, "aber unsere Söhne sind ziemlich selbständig, die haben eher mit der Oma kommuniziert", erzählte Birgit Ganschow.


Die Oma ist auf dem Laufenden

Und die Oma, Hannelore Sönning, war ebenfalls dabei: "Klar, die haben mir immer wieder Nachrichten auf mein Smartphone geschickt." Diesmal sei sie aufgeregter gewesen als bei der Abiturfeier ihres Sohnes Ralf. "Damals war ich halt noch berufstätig", sagt Hannelore Sönning.

Und schon ging die Zeremonie los. Die 134 Abiturienten versammelten sich auf der Treppe und zogen feierlich ein. Das Programm, durch das Peter Drescher führte, begann. Schulleiter Erhard Herrmann trug in seiner Rede vor, dass der Notendurchschnitt in diesem Jahr 2,41 war, im vergangenen Jahr wäre er 2,42 gewesen. "29 von insgesamt 137 Prüflingen haben einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma erreicht", sagte Herrmann, und dass acht von ihnen besser als 1,5 waren.

Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) hielt statt Landrat Hermann Ulm (CSU) eine Rede, da ihre Tochter Lea ebenfalls das Abitur bestanden hatte. Sie forderte die jungen Leute auf, sich selbst treu zu bleiben, Farbe zu bekennen und die Gesellschaft auf intelligente Weise zu stören.

Wie Preisträger auf einem roten Teppich durften die Abiturienten durch ein Spalier von festlich gekleideten Schülern laufen, auf der Bühne ihre Urkunde und eine Oscar-Statue in Empfang nehmen. Danach wurde ordentlich gefeiert. Nach dem offiziellen Teil sah man manchen Vater zum Auto laufen und bequeme Schuhe für die Tochter holen.