Allen Grund zum Feiern hatte der DJK-Sportverein Sambach. Im Dezember vor 50 Jahren war der Verein ins Leben gerufen worden. Klar, dass "die Macht am Ziegelberg" aus diesem Anlass eine fröhliche Geburtstagsparty auf die Beine stellte. Gut, dass es trocken blieb und die Mitglieder und Freunde im Freien feiern konnten. Höhepunkt des Festes war ein rauschendes Feuerwerk, das den Himmel über dem Sportgelände zum Funkeln brachte.

Stimmungsvoll ging es schon am frühen Abend los: Die Blaskapelle Wachenroth unter ihrem Dirigenten Peter Arnold ließ weihnachtliche Weisen erklingen. Genau richtig, um bei Glühwein und Bratwürsten die zahlreichen Besucher in Stimmung zu versetzen. Der Begrüßung durch den Vorsitzenden Norbert Händel folgte Sophia Dresel und hieß als Christkind die Besucher mit ihrem Prolog willkommen. Engelchen verteilten Süßigkeiten an die Kinder und Geschenke an die Erwachsenen. Die Kinder hatten dann ihren Spaß bei einer nächtlichen Fackelwanderung.

Für die Erwachsenen hingegen gab es ein besonderes Schmankerl: Michael Beck und Peter Dresel erzählten die Geschichte der Vereinsgründung auf ganz spezielle Weise. Sie ließen "Zeitzeugen" erzählen, wie das vor fünfzig Jahren so war. Im Film, auf die Wand des Sportheims projiziert, kamen Gründungsmitglieder und Vereinsvorsitzende zu Wort. Bernhard Spörlein, Vorsitzender der erste Stunde, hatte detaillierte Erinnerungen und sorgte für so manchen Lacher. Maßgeblichen Anteil an der Vereinsgründung hatten auch Albert Dotterweich, Gerhard Zeiler und Vitus Schönlein. Das Trio sei von Haus zu Haus gezogen und habe Unterschriften gesammelt.

Ein eigener Sportverein sei der Traum der Sambacher jungen Burschen gewesen. Wie im Zeitraffer blickte Vorsitzender Norbert Händel auf die fünf Jahrzehnte zurück, die ganz besonders von Baumaßnahmen geprägt waren. Nach der Gründung fanden die ersten Spiele auf dem Steppacher Sportplatz statt. "So schließt sich der Kreis", sagte Händel. Denn heute haben sich der SV Sambach und der SV Steppach zu einer Spielgemeinschaft zusammengefunden.

Schon bald nach der Vereinsgründung ging man an den den Bau des ersten Fußballplatzes. Dann kamen Trainingsplatz, Flutlichtanlage und der erste Teil des Sportlerheims an die Reihe. Im zweiten wie im dritten Jahrzehnt stand die Erweiterung des Sportlerhäuslas auf dem Programm. Nach der Vertragsauflösung mit der Gastwirtschaft Hennemann folgte ein vorübergehender Umzug in die Schule, verbunden mit dem Einbau von Duschen.

Der Bau des heutigen Sportheims war die wichtigste Maßnahme des vierten Jahrzehnts. Danach folgte die Generalsanierung des heutigen B-Platzes, Erstellung der Flutlichtanlage, die Sanierung von Pumpenhaus und Technikraum, die Erneuerung der Zaunanlagen, der Umbau der Küche und der Ausbau des Dachgeschosses. Mit der Generalsanierung des A-Platzes im Jubiläumsjahr 2017 und dem Bau eines Volleyballfeldes nennt der Verein ein großartiges Sportgelände sein eigen. Um dies alles zu schaffen, waren Tausende von Helferstunden und sehr viel Idealismus nötig gewesen.

Die Vereinsziele seien in all den Jahren die gleichen geblieben, betonte Händel. Gemeinsamkeit und Zusammenhalt, Freude und Kameradschaft, Erfolg und mitunter auch Enttäuschung. Wer die Früchte der Vereinsarbeit sehe, vergesse wie viel mühselige Kleinarbeit, Opfer an Freizeit und Geld aufgewendet werden mussten, um den Verein bis zu diesem Tag zu tragen.