Höchstadt
Pläne

Aischpark-Center soll Höchstadt stärken

Das geplante Fachmarktzentrum Aischpark-Center in Höchstadt wird auf mindestens 40 Millionen Euro veranschlagt. Es soll 400 sichere und dauerhafte Arbeitsplätze bringen. Die Geschäftsleute aus der Höchstadter Innenstadt sorgen sich um ihre Zukunft.
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Die Zahlen lassen ahnen, was hinter dem Begriff Aischpark-Center steckt: Investitionen von mindestens 40 Millionen Euro, 400 Arbeitsplätze, ein 75 000 Quadratmeter großes Grundstück und 700 Parkplätze - die werden übrigens drei statt der üblichen 2,50 Meter breit.

Das Projektteam für das Aischpark-Center stellte am Mittwochnachmittag im Büro von Bürgermeister Gerald Brehm (JL) das Vorhaben vor. Arndt Zauritz, Geschäftsführer des Investors, Projektentwickler und Architekt Ralph Küster und Peter Drescher, dessen Firma die Vermietung der künftigen Fachmärkte übernimmt, sind überzeugt, dass dieses am Kieferndorfer Weg gegenüber dem Gelände des Reitvereins liegende Einkaufszentrum ein Gewinn für die ganze Stadt Höchstadt wird.

"Wir wollen hier keinen Krieg, sondern die Stadt stärken", kündigt Investor Zauritz an.
Man sei sich bewusst, dass das Projekt nicht ungeteilt positiv gesehen werde und es auch kritische Diskussionen gebe.


Verliert das Zentrum?

So waren am Dienstagabend einige Geschäftsleute der Innenstadt zusammengekommen, um sich über ihre Sorgen auszutauschen. Sie fürchten, das Zentrum Höchstadts würde dann noch weiter an Attraktivität verlieren und Kunden wegbleiben.

Es gibt aber auch in der Innenstadt Beschäftigte, die selbstkritisch sagen, "hinsetzen und jammern funktioniert nicht". Vielmehr seien kreative Ideen gefragt. Hier fehle das Einkaufs- und Wohlfühlerlebnis. In der Hauptstraße komme auch kein Flaniergefühl auf. "Wo gibt es Kinderkleidung, einen guten Kaffee oder einen Feinkostladen mit italienischen Spezialitäten?"

Mit dem Aischpark-Center sollen keine Leute aus der Innenstadt weggelockt werden. "Die Läden, die in der Innenstadt sind, werden nicht tangiert", sagt Arndt Zauritz. Zusammen mit dem Bürgermeister habe man darauf geachtet. So soll es am Kieferndorfer Weg weder einen Spielwaren-, noch einen Bücherladen geben und auch keinen Biomarkt.

Bürgermeister Brehm möchte Höchstadt als "Gesamtkaufhaus" sehen, auch mit regionalen Produkten in der Innenstadt. Die soll mit einer Buslinie an das Aischpark-Center angebunden werden. Das Projekt komme zudem nicht überraschend. Man habe es seit fünf Jahren auf dem Schirm und jetzt den dritten Standort. Das mit der Regierung abgestimmte Konzept geht nun ins Raumordnungsverfahren.

Neben dem Fachmarktzentrum planen die Investoren für fünf Millionen Euro auch ein 200-Betten-Hotel unmittelbar am Medbacher Kreisel. Und sie würden gerne die halb verfallene Medbacher Mühle kaufen und in ein Restaurant verwandeln.