"Mit dem Lichtevent werden unsere altehrwürdigen Gebäude im historischen Ortskern in neues Licht gerückt. Das Motto alter Glanz im neuen Licht trifft in Sonnefeld punktgenau zu", fasste Bürgermeister Michael Keilich (CSU) seine Eindrücke bei der Eröffnungsveranstaltung als weiteren Veranstaltungshöhepunkt in der voll besetzten neuen Veranstaltungshalle zusammen.
Geplante Lichteffekte bezeichnete er als festen Bestandteil bei städtebaulicher Planung, Bauten und Gestaltungsmaßnahmen. Beim Umbau der Staatsdomäne hat der, zum Event aus München nach Sonnefeld gekommene, Architekt Harald Gasmann mit die Gestaltung im Innen- und Außenbereich besonderen Wert auf Installation moderner, stromsparender LED Beleuchtungstechnik gelegt.


Historische Betrachtung

Keilich würdigte in der historischen Betrachtung seinen Amtsvorgänger, Altbürgermeister Rainer Marr (CSU) für die erfolgreiche Bewerbungsinitiative. Die Zusage durch die federführende Institution Oberfranken Offensiv für den üblichen Herbsttermin 2015 erfolge mitten in der Endphase der Umgestaltung des Sonnefelder Ortsmittelpunktes. Die Impulsveranstaltung wird ins Frühjahr verlegt; wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.
Nach einem musikalischen Auftakt durch die Sonnefelder Querbläser (Leitung Sigurd Knopp) sprach Keilich dem federführenden Projektleiter Michael Müller (Design-Dozent an der Hochschule Coburg) Anerkennung und Dank aus. Mit zwölf Designstudenten hat er eine außergewöhnliche Ideenvielfalt für das zehntägige Event geplant und umgesetzt. Im historischen Ortskern waren 180 Lichtpunkte durch 3500 Meter Kabel, Stromverteiler und unzählige Verbindungsdosen zu installieren, um gewünschte Effekte zum Leuchten zu bringen.


Qualität der Installation überzeugt

Bezirkstagspräsident und stellvertretender Vorsitzender von Oberfranken Offensiv Günther Denzler, eröffnete den Festabend in der Domänenhalle. Denn, so Denzler weiter, "Lichtinstallationen begeistern und sensibilisieren Entscheidungsträger vor Ort ebenso, wie die heimische Bevölkerung und ihre Gäste. Die hohe Qualität spricht für sich."
Nach ersten Schritten 2005 im Bereich Marktplatz Coburg in Zusammenarbeit mit dem Coburger Designforum Oberfranken sei Sonnefeld inzwischen der 38. Austragungsort, an dem verborgene Schätze in Szene gesetzt im anderen Licht erscheinen. Mit Präsentation vielfältiger Anreize zum Verweilen, abendlichen Flanieren und Erleben neuer optischer Akzente. "Aus temporären Effekten können mit innovativen Beleuchtungskonzepten dauerhafte Lichtinstallationen im Zeichen nachhaltiger Stadt-entwicklung werden" führte Denzler aus.


Vergleich mit Kronach

Auf die erfolgreichen jährlichen Aktionen "Kronach leuchtet" ging Rainer Kober ein. Mit seiner Feststellung "Am Tag Strippen ziehen - in der Nacht installierte Effekte prüfen" beschrieb er die Aufgabenstellung im Herzen Sonnefelds, um nächtliches Licht mit unglaublicher Wirkung von der Gebäudearchitektur bis zum Sternenhimmel erlebbar zu machen.
Für begeisterte Gäste hatte Projektleiter Michael Müller einen Rundgang durch das innerörtliche Installationsevent ("die ausführenden Studenten haben großartige Ideen umgesetzt") vorbereitet mit Teilzielen wie Klosterkirche, Staatsdomäne, Klosterschule, Bürgerzentrum und Klosterhof.


Licht und Wasser

Der illuminierte Wasserlauf im neu gestalteten Domänenhof oder hell erleuchtete Sandsteinfenster im früheren Amtsgerichtsgebäude waren ebenso Beispiele nächtlicher Zielpunkte, wie warm wirkendes Licht entlang der Sandsteinformationen und Reliefs an den Gotteshauswänden. Die von innen blau beleuchtete Rosette über dem Haupteingang mit Strahleffekten bis zum Turmknopf der Klosterkirche, grün angestrahlte Baumformationen, farbig wechselndes Scheinwerferlicht mit Richtung der Open Air aufgestellter Kirchenglocken im Gartenbereich, eine blau illuminierte Brunnenstatue im Klosterhofgeviert oder die bis zum Dach des außen liegenden Turmzugangs erstrahlende Außenfassade. Ziel sei es gewesen, so Designdozent Müller, mit Lichtart, Lichtstärke und Farbe zu experimentieren. Licht mit anderen Augen zu sehen, braune, grüne, blaue aber auch weiße Lichtführung an historischen Gebäuden und ihrer Umgebung in Einklang zu bringen. Lichtszenarien seien unverzichtbare architektonische Gestaltungselemente.


Weitere Termine

Am Freitag kam bei musikalischer Unterhaltung mit den Sonnefelder Querbläsern im Anschluss an den Festakt die im Biergartendesign eingerichtete Kalthalle erstmals zu ehren.
In der Samstagnacht folgte die Lichtparty mit DJ Fabian Angermüller. Der Reinerlös soll nach Ausführungen des Bürgermeisters einem guten Zweck in Sonnefeld zugute kommen.
Am Mittwoch, 13. April, und Freitag, 15. Mai, ladet Pfarrer Dirk Acksteiner zu jeweils um 20 Uhr beginnenden Kirchenführungen ein. Unter dem Titel "vom Dunkel zum Licht". Am Freitag unterhält Patrick Scheler anschließend mit Livemusik in der Kalthalle.
Am Samstag, 16. April, gehört die Domänenhalle ab 20 Uhr den Mountain Rebel Dancers. Dann steht die Countrynight mit stilgerechter Musik an. Eintrittskarten sind im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Michael Müller übernimmt ab 21.30 Uhr im Ortskern eine weitere Führung mit Erläuterungen zu Installationstechnik. "Lassen Sie außergewöhnlich Bilder auf sich wirken. Genießen Sie die Eindrücke der technisch wie gestalterisch hochwertigen Lichtinstallationen", empfiehlt Bürgermeister Keilich.