"Am dicken Brett immer bohren", meinte Stadt- und Kreisrat Rainer Möbus (Zukunftsforum). Kreisrat Thomas Kreisler (Bündnis 90/Die Grünen) und der Vorsitzende der Kreisgruppe Coburg des ökologischen Verkehrsclubs VCD, Gerd Weibelzahl, pflichteten ihm bei, als sie in Gauerstadt im Wackerschen Biergarten im Rahmen der Fahrradtour "Tour de Natur 2020" Station einlegten. Gedacht war dieses Treffen vor doch einer größeren Teilnehmermenge, es sollte schließlich um Informationen zum Bahnanschluss Südthüringens an Coburg gehen.

Gerd Weibelzahl erläuterte, es gebe mehrere Alternativen, die alle geprüft werden müssten. Um dies zu erreichen, sollte eine kommunale Arbeitsgemeinschaft gegründet werden, an der Gemeinden, Landkreis, Interessenverbände wie die IHK, Bund und Land beteiligt sein sollten. Es sei die beste Lösung zu finden, wobei - das machte Weibelzahl klar - dem VCD der Anschluss Bad Rodachs an Südthüringen am Herzen liege. Aber die beste Lösung sei von Fachleuten zu erarbeiten, so Weibelzahl. Ferner müsste ein Gutachten nach den Vorgaben des Bayerischen Staates her, das vom Landkreis und der Stadt zu beschließen wäre. Das Raumordnungsverfahren könnte sich anschließen. Die Finanzierung des gewiss nicht billigen Vorhabens sollte vor allem durch die Bahnlinienbetreiber erfolgen.

Eine muntere Diskussion schloss sich an, wobei sich der Anschluss über Bad Rodach als Wunschvorstellung herauskristallisierte. "Wir wollen nur Informationen geben und keine Emotionen schüren", resümierte Gerd Weibelzahl.