"Wir haben unser Ziel, den Verkehrslandeplatz zu verhindern, erreicht." Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Grundstückseigentümer und Bewirtschafter, Oliver Truckenbrodt, zeigte sich bei der Hauptversammlung zufrieden. Das Treffen fand im Freien auf dem Raßberg zwischen Wiesenfeld und Neida statt.

Gedenkstein erinnert an Widerstand

"Wir haben ein Projekt erfolgreich abgeschlossen", sagte Truckenbrodt. Deshalb fassten die Mitglieder den einstimmigen Beschluss, die 2103 gegründete Interessengemeinschaft wieder aufzulösen. Das Vereinsvermögen geht anteilig auf die 33 Mitglieder über.

Bei der Versammlung herrschte eitel Sonnenschein. Die Freude über den Erfolg war den Versammlungsteilnehmern förmlich ins Gesicht geschrieben. Diese Freude hatte der ablehnende Bescheid der Regierung von Oberfranken ausgelöst. Sichtbarer Ausdruck ist ein Gedenkstein, der die Nachwelt laut Aufschrift an die "erfolgreiche Verhinderung des hier geplanten Verkehrslandeplatzes" erinnern wird.

Existenzbedrohend

Immerhin wären bei Realisierung des Projekts rund 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche verloren gegangen, was für manche Bauern existenzbedrohend gewesen wäre. Die Interessengemeinschaft hatte stets argumentiert, dass durch den Bau nicht nur Flora und Fauna vernichtet worden, sondern zudem Lebensqualität verloren gegangen wäre. Nicht zuletzt, so die Gegner, wäre das Landschaftsbild zerstört worden.

Meeders Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/LV) dankte den Beteiligten, da sie sieben Jahre mit hohem persönlichen und finanziellen Einsatz gekämpft und dabei immer auf ein rechtsstaatliches Verfahren gesetzt hätten. "Auch wenn es mit viel Ärger verbunden war, habt ihr es richtig gemacht und Mut bewiesen. Das ist am Ende belohnt worden", betonte Bernd Höfer.