Schönes Ambiente, eine besondere Stimmung und viel Selbstgemachtes für einen guten Zweck schätzten am Wochenende wieder zahlreiche Besucher am Seßlacher Adventsmarkt in der historischen Altstadt.
Viele hatten selbst eine weite Anreise nicht gescheut, um das erste Adventswochenende innerhalb der Seßlacher Stadtmauern zu genießen. "Weil es uns hier letztes Jahr so gut gefiel, haben wir uns gleich fürs ganze Wochenende hier einquartiert", berichten Katrin und Hartmut Henning aus Mühlhausen. Nette Leute, gutes Essen sowie günstige Preise attestieren die Thüringer den Gastgebern. Am Stand von Steffi Metzner (Lechenroth), die zum ersten Mal dabei ist, probieren sie gerade mit Fred Bergner (Hildburghausen) die selbst gemachten Liköre.
Die Niederösterreicher Günter und Helma Kantilli hatten eine noch weitere Anreise.
Den Besuch bei der Familie in Autenhausen verbindet das Ehepaar mit dem Adventsmarkt.

"Schöner als in Coburg"

Ein paar Buden weiter sucht Marie Schubert (Hattersdorf) am Stand der Kinderkrebshilfe bei Petra Bohl wie jedes Jahr neue Socken für ihre 14 Enkel aus, unterstützt von ihrer Tochter Olga Rotter. An den gemeinnützigen Ständen greifen die Besucher besonders gern zu. Angelika Brückner aus Lichtenfels begeistert auch die Kulturscheune des Pörtnerhofs, wo der Inner Wheel Club Coburg-Obermain selbst gemachte Waren anbietet: "Da steckt so viel Arbeit dahinter - und alles für einen guten Zweck." Eine Aussage, die auf viele Anbieter zutrifft, denn auch die Wefa, die Grund- und Mittelschule Seßlach, der Heilgersdorfer Kindergarten, das Blaue Kreuz, die Rödentaler Afrikahilfe sowie die CSU und SPD sammeln mit Waren aus Eigenproduktion Spenden.
"In Seßlach ist es schöner als in Coburg", meint der Coburger Olaf Stanitz, der mit Töchterchen Alba auf dem Rücken über den Adventsmarkt schlendert.
Einen "heimeligen Markt mit viel Atmosphäre" nannte auch Seßlachs Bürgermeister Martin Mittag am Samstag bei der offiziellen Eröffnung die traditionelle Veranstaltung. Er riet den Besuchern, bei aller Hektik in der Vorweihnachtszeit auch einmal innezuhalten und sich Zeit für ein liebes Wort zu nehmen.
Ihren ersten Auftritt als neues Seßlacher Christkind hatte Magdalena Autsch. Ein wenig Aufregung war ihr anzusehen, als die Oberelldorferin mit den drei Engelchen Ellena Bartsch (9), Amelie Fischer (7) und Johanna Hartan (6) die Bühne betrat. Wie die 15-Jährige zu ihrem neuen Job kam, verriet sie danach: Eine Freundin hatte sie, die wegen ihrer langen blonden Haare scherzhaft "Christkind" genannt wird, bei der Stadtverwaltung vorgeschlagen. Mit dem Nikolaus (Günther Dünisch) und Knecht Ruprecht (Kurt Knauer) verteilten Christkind und Engelchen Schokoladen-Nikoläuse an die kleinen Besucher zwischen Maximilians- und Marktplatz und hielten im Rathaus eine Sprechstunde ab.