Gast-Regisseur Thorsten Köhler brachte das 1974 entstandene Werk des italienischen Autors in der Ausstattung von Justus Saretz auf die Bühne.

Als Darsteller-Quintett waren Eva Marianne Berger als Antonia, Solveig Schomers als Margherita, Nils Liebscher als Giovanni, Florian Graf als Luigi und Frederik Leberle in mehreren kleinen Rollen als Polizist, Carabiniere und Leichenbestatter zu erleben.

Eine ausführliche Besprechung der Premiere von Dario Fos "Bezahlt wird nicht!" am Landestheater Coburg finden Sie hier

Rund um die Komödie "Bezahlt wird nicht!" am Landestheater Coburg

Theater-Tipp "Bezahlt wird nicht!", Komödie von Dario Fo, ins Deutsche übertragen von Peter O. Chotjewitz, 23. Oktober, 19.30 Uhr, 19. November, 19.30 Uhr, Landestheater Coburg Produktionsteam Inszenierung: Thorsten Köhler; Bühne und Kostüme: Justus Saretz; Dramaturgie: Carola von Gradulewski / Fabian Appelshäuser

Darsteller

Antonia - Eva Marianne Berger

Margherita - Solvejg Schomers

Giovanni - Nils Liebscher

Luigi - Florian Graf

Polizist, Carabiniere, Leichenbestatter - Frederik Leberle

Die Story Mit einer Meute Hausfrauen, die wegen gestiegener Lebensmittelpreise einen Supermarkt ausrauben und dabei "Bezahlt wird nicht!" skandieren, beginnt Dario Fos gleichnamige Farce. Die spontane antikapitalistische Aktion, die Antonia im Supermarkt noch als eine gute und gerechte Idee erscheint, wächst sich zuhause und im Abgleich mit dem Alltag schnell zum Problem aus.

Der Stolz über ihren Beutezug verlässt die Hausfrau Antonia schnell, als ihr Mann Giovanni nach Hause kommt. Sie nötigt ihre etwas naive Freundin Margeritha die Beute zu verstecken und macht sie so gegen ihren Willen zur Komplizin. Ganz in der Tradition der italienischen Commedia dell'arte mit ihrer scharf konturierten und typisierenden Figurenzeichnung und einer Verkettung von Aktion und vorschneller Reaktion werden die Figuren in eine Spirale von Ereignissen geworfen, die sich immer schneller dreht und immer absurdere Situationen hervorruft. "Bezahlt wird nicht!" ist dennoch eine pointierte und zutiefst liebevolle Auseinandersetzung mit der menschlichen Sehnsucht nach Gerechtigkeit und dem Wunsch nach einem Leben, in dem man sich keine Gedanken machen muss, wie Mieten gezahlt und Kühlschränke gefüllt werden.

Tickets gibt es nur an der Theaterkasse: Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 12 Uhr (Tel.: 09561/8989-89; E-Mail: theaterkasse@landestheater.coburg.de; Internet: www.landestheater-coburg.de)