Diese neue Halle, sie ist für Manfred Geiß "eines der größten Ereignisse in meinem Leben". Zehn Millionen Euro hat die Geiss AG investiert, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Am Mittwoch wurde der Erweiterungsbau bei einer Feier mit über 200 Gästen offiziell eingeweiht.
Den kräftigen Schluck Bier nach seiner launigen Rede hatte sich Manfred Geiß redlich verdient. Schließlich brachte er in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Projektleiter Klaus-Peter Welsch das größte Projekt in der Geschichte des alteingesessenen Maschinenbauers über die Bühne. In drei Jahren wollen sich Manfred Geiß und Ehefrau Klara aus dem Unternehmen zurück ziehen. Schuldenfrei und in jeder Hinsicht für die Zukunft gerüstet werde das Unternehmen dann sein, versicherte der Vorstandsvorsitzende.
Die neue Halle sei der "letzte große Schritt" auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Es ist noch nicht zu Ende

Ein bisschen was gibt es aber noch zu tun. Das wurde aus den Worten von Christian Wutke deutlich. Der Architekt bezeichnete die Erweiterung als ersten Abschnitt, weitere Umbauarbeiten werde es jetzt an den bestehenden Gebäuden geben. Einige der alten Firmenteile sollen sogar abgerissen werden. "Aber 2015" , versprach der Architekt, "werden wir fertig sein". Ein Sache war Wutke in seiner Ansprache noch eine besondere Erwähnung wert: "Ganz in der Tradition der Firma Geiss" habe es gestanden, dass wieder der größte Teil der Arbeiten für die neue Halle durch Firmen aus der Region durchgeführt wurde.
Beeindruckt von der Schaffenskraft bei Geiss zeigte sich der Coburger Landrat, Michael Busch (SPD). Das Familienunternehmen sei eben "immer einen Schritt voraus" und habe sich dadurch in seiner Branche zu einem erfolgreichen Global Player entwickelt. Mit einer Firma wie der Geiss AG als Vorbild werde auch der Landkreis erfolgreich bleiben, sagte Busch.
Nicht nur weil die Geiss AG zu den wichtigen Gewerbesteuer-Zahlern der Stadt zählt, lobte Bürgermeister Martin Mittag (CSU) den unternehmerischen Geist von Manfred Geiss. Seit 1948 sei die Firma mit Seßlach verwurzelt und dabei immer ein Familienunternehmen geblieben. Und bei jener Familie, das betonte Mittag, seien die Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil.