Das Robert-Koch-Institut wird diese Zahl erst am Mittwoch als offiziell vermelden - doch in der Stadtverwaltung wurde bereits ausgerechnet, dass in Coburg der Corona-Inzidenzwert einen neuen Höchstwert erreichen wird: 428,5.

Zurückzuführen ist dies wohl vor allem auf ein besonders starkes Corona-Ausbruchsgeschehen in zwei stationären Einrichtungen. Wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt, waren am Dienstag in diesen Einrichtungen viele Tests sowohl von Personal als auch Bewohnern positiv. "Die Stadt wird aber - auch mit Rücksicht auf Weihnachten - die Corona-Regelungen nicht verschärfen", erklärt dazu Stadtsprecher Louay Yassin. Dennoch bitte die Stadt weiterhin "dringlich" darum, sich auch an Weihnachten mit Besuchen zurückzuhalten.

Lautsprecherdurchsagen ermahnen Bürger

Diesen Appell zur Kontaktreduzierung versucht die Stadt über verschiedene Wege an möglichst viele Menschen zu übermitteln. Zum Beispiel auch wieder mit Lautsprecherdurchsagen. Wie schon im Frühjahr hilft dabei die Feuerwehr. So erfolgen die Durchsagen von einem Feuerwehrfahrzeug aus, das durchs Stadtgebiet fährt.

Eine weitere Maßnahme ist eine Videobotschaft vom Dritten Bürgermeister Thomas Nowak (SPD). Er verweist auf die "dramatisch ansteigenden Infektionen" und dass immer mehr Menschen stationär behandelt werden müssen. "Die Leistungsgrenzen vieler Kliniken sind fast erreicht." Deshalb appelliert Nowak: "Bitte bleiben Sie zuhause! Wir alle schützen unsere Lieben am besten dadurch, dass wir unsere Kontakte möglichst stark verringern. Nur so können wir hoffentlich bald wieder aufatmen."

Aktuell gibt es in Stadt Coburg 300 und im Landkreis Coburg 648 bestätigte Coronavirus-Infektionen - insgesamt also 948 aktuell infizierte Personen. Die betroffenen Personen befinden sich in Quarantäne. Ihre Kontaktpersonen werden ermittelt.

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