"Studentenverbindungen wurden aus zwei Motiven heraus gegründet; einerseits vereinigten sie die idealistischen Kämpfer für eine demokratische Gesellschaft in Deutschland, zum anderen boten sie mit ihren Bundeshäusern einen Ort, an dem die aus allen Landesteilen stammenden Studenten Gemeinschaft und Austausch pflegen konnten. Beide Leitgedanken sind auch heute noch in unseren Verbindungen aktuell", betonte Marsch.

Er setzte sich auch mit den verschiedenen Vorurteilen gegen Studentenverbindungen auseinander. Sie würden zum Teil daher rühren, dass die Verbände zu wenig über sich nach außen tragen. "Rechte Gesinnung? Für Rhenania, meinen Mutterbund Hammonia Marko Natangia und andere CC-Bünde weiß ich, dass wir dieses Vorurteil nicht bestätigen werden; für andere Verbindungen im deutschsprachigen Raum kann das wohl niemand sicher sagen.
Gerade deswegen ist es so wichtig, eine eindeutige und nicht interpretationsfähige Haltung einzunehmen - so wie unser Verband das mit der Distanzierung von der Deutschen Burschenschaft 2011 unmissverständlich getan hat", hatte Marsch in seinem Redemanuskript stehen.

Marsch forderte seine Bundesbrüder auf, die Idee der gegenseitigen Toleranz nicht nur in und zwischen den Verbänden zu leben, sondern täglich und jederzeit für die gemeinsamen Werte einzustehen. Es komme auf jeden einzelnen an.