Die Landsmannschaften und Turnerschaften des Coburger Convents haben Montag am Ehrenmal im Hofgarten der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Volker Thien widersprach dabei dem in der Vergangenheit oft als heldenhaft verklärtem Tod. In zahlreichen Liedern und Reden sei vom "Sterben gern zu jeder Stunde" für das Vaterland die Rede. Am "Sterben gern" habe er so seine Zweifel, sagte der Theologe.

Die Auseinandersetzungen der Vergangenheit hätten Millionen Tote und Verwundete hervorgebracht, aber "die Menschheit hat ja noch immer nichts gelernt", wie die Vielzahl von Opfern in jüngerer Zeit zeige. Neue Katastrophen, Bürgerkriege, Handelsblockaden und Umweltzerstörungen sowie Finanzmanipulationen unvorstellbaren Ausmaßes und Ressentiments gegen Andersgläubige seinen nur einige erschreckende Beispiele.

Vor dem Gottesdienst am CC-Ehrenmal hatten der Verband der Turner- und Landsmannschaften sowie Coburgs Oberbürgermeister und Bürgermeister - Norbert Tessmer, Birgit Weber und Thomas Nowak - Kränze am Ehrenmal in den Arkaden am Schlossplatz niedergelegt und damit den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Auch am Ehrenmal im Hofgarten legte der CC einen Kranz nieder, ebenso die Stadt Coburg. Der Ökumenische Gottesdienst, gehalten von den Geistlichen, Ronald Scholz (evangelisch) und Daniel Wünsch (katholisch), endete mit einem gemeinsam gebeteten Vaterunser.

Vor den Kranzniederlegungen hatten sich die Chargierten der einzelnen Mitgliedsverbände des CC im Innenhof der Ehrenburg versammelt. Anlässlich der Gründung des CC-Vorläuferverbands "Deutscher Landsmannschafterverband" vor 150. Jubiläums derhielt jede Verbindung ein Fahnenband.