Gut einen Monat noch müssen die Autofahrer Geduld haben - dann ist ein Nadelöhr im überregionalen Verkehr Geschichte. Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamtes Bamberg, hat jetzt dem Tageblatt mitgeteilt: "Anfang September wird die Brücke bei Niederfüllbach wieder freigegeben."

Die in den 60-er Jahren errichtete und 1983 noch einmal umgebaute Brücke über die Bundesstraße 4 bei Niederfüllbach ist so etwas wie der Knackpunkt der über ein Jahr dauernden Komplettsanierung der Bundesstraße südlich von Coburg. Nach einer Bestandsaufnahme im Frühjahr wurde nämlich klar, dass die Schäden am Brückenbauwerk erheblicher sind als anfangs erwartet. Die Folge: Du Brücke musste langfristig gesperrt werden, auch die zu Beginn der Planungen noch vorgesehen Ampel-Lösung mit immer nur halbseitiger Sperrung ließ sich nicht realisieren.
Deshalb müssen Fahrzeuge, die aus Fahrtrichtung Schweinfurt kommen und dann auf der B 303 Richtung Osten (Ebersdorf) weiterfahren wollen, schon seit Monaten eine "Wendeschleife" über Untersiemau und die Meschenbacher Einfahrt zur B4 nehmen.

Die Arbeiten an der Brücke sind inzwischen aber schon gut voran gekommen. Sind diese endgültig abgeschlossen, kommen nach Angaben von Jürgen Woll die Bauwerkshinterfüllung, Bordsteine, Fahrbahnbefestigung (Schweißbahn und Gussasphalt) und die Ausstattung (Schutzplanken, Geländer, Markierung).

So viel Personal wie nötig
Die Tatsache, dass auf den restlichen Abschnitten der Großbaustelle derzeit eher wenige Bauarbeiter zu sehen sind, liegt übrigens nicht an einer etwaigen Sommerpause der beteiligten Bauunternehmen. Jürgen Woll erklärt: "Es ist grundsätzlich nur so viel Personal auf der Baustelle, wie benötigt wird." Der Baufortschritt hänge also nicht von der Anzahl der Arbeiter auf der Baustelle ab. Den optimalen Personal- und Geräteeinsatz bestimme letztlich die Firma. Und mit der, das wurde bei dem regelmäßigen Sachstands-Gesprächen im Laufe der Bauarbeiten immer wieder deutlich, hat das Straßenbauamt bislang nur beste Erfahrungen gemacht. Zudem gibt es Phasen, bei denen auf solchen Baustellen auch kein Arbeiter gebraucht wird. Dies ist der Fall, wenn zum Beispiel der Beton aushärtet oder die Versiegelung fest werden muss.

Ende des Jahres ist Schluss
Insgesamt gesehen, da liegt die Baustelle also immer noch voll im Zeitplan. Bis zum Ende des Jahres soll die Bundesstraße 4 wieder für den Verkehr freigegeben werden.