Bayreuth — Der mittlerweile achte Sieg vor eigenem Publikum fiel dabei noch wesentlich deutlicher und sicherer aus, als der zuletzt gegen die ebenfalls stärker eingeschätzten Bonner.
Ulm eröffnete die Partie durch Clyburn mit einem Dunking, doch dann übernahmen die Bayreuther das Kommando, die in der ersten Hälfte mit einer starken Trefferquote von 61 Prozent aufwarteten und sich bis zum Seitenwechsel zweistellig auf 54:43 (20.) absetzen konnten. Im Mittelpunkt stand dabei mehrfach Neuzugang Je'Kel Foster, der bis zur Pause alleine vier Mal von der Dreierlinie traf und am Ende mit 24 Punkten (6 Dreier) zum Topscorer der Partie avancierte.
"Je'Kel Foster nähert sich immer mehr seiner Normalform. Er ist eine echte Führungspersönlichkeit, die Verantwortung übernimmt und den Unterschied ausmachen kann", lobte Cheftrainer Mike Koch den 31-jährigen Aufbauspieler.
Doch der Bayreuther Erfolg, der nach dem Seitenwechsel nicht mehr in Gefahr geriet und zeitweilig bis auf 20 Punkte Vorsprung anwachsen konnte (92:72, 38.), hatte noch weitere "Väter", allen voran Brandon Bowman. Der Flügelspieler unterstrich einmal mehr seine derzeit herausragende Verfassung mit 22 Punkten, acht Rebounds und vier Assists.

Brickman hält das Tempo hoch

Starke Beiträge kamen auch von Javon McCrea (12 Punkte), der sich nur einen einzigen Fehlwurf leistete, und Aufbau-Neuzugang Jason Brickman, der das Tempo hochhielt, zehn Assists verteilte und acht Punkte selbst markierte.
Bei den Gästen, die auf Center Tim Ohlbrecht (Knöchelverletzung) verzichten mussten, war Nationalspielmacher Per Günther bester Werfer mit 22 Punkten, dicht gefolgt von Boris Savovic, der nach längerer Verletzungspause wieder in die Mannschaft zurückgekehrt war und 20 Zähler erzielte. "Bayreuth hat eine gute und athletischere Mannschaft als wir. Wir haben offensiv ganz gut mitgespielt, ohne Dreier zu treffen. Wenn aber der Gegner 52 Prozent von der Dreierlinie wirft, dann kann man so ein Spiel kaum gewinnen", kritisierte Ulms Headcoach Thorsten Leibenath.
Michael Koch freute sich, dass seine Mannschaft inzwischen gefestigt ist: "Wir spielen nicht mehr so passiv, sondern attackieren. Wir scoren, treten als Team auf und hatten wieder 22 Assists. Das Gesicht der Mannschaft hat sich in eine positive Richtung gewandelt. Ich bin froh über die starke Leistung, vor allem im Angriff. Wir hatten immer eine Antwort parat, mit dieser Einstellung gewinnen wir auch in der Zukunft Spiele."


Medi Bayreuth - Ratiopharm Ulm 94:82 (29:23, 25:20, 17:16, 23:23)
Medi Bayreuth: Foster (24 Punkte/6 Dreier), Bowman (22/2), McCrea (12), Palyza (11/3), Brickman (8/2), Burrell (7), Heyden (7), Brembly (3/1), Zeis, Schmitz.
Ulm: Günther (22/1), Savovic (20), Clyburn (14), Klobucar (12/1), Philmore (9), Hess (3/1), Burton (2), Ferner, Maier, Harris, Leunen, Schwethelm.
Zuschauer: 3140.