von unserem Mitarbeiter Florian Kirchner

Braunschweig — "Es muss uns gelingen, Dru Joyce und Kyle Visser von unserer Zone fernzuhalten, dann werden wir eine gute Chance haben", hatte Bayreuths Trainer Mike Koch seinen Schützlingen vor der Partie bei den Niedersachsen mit auf den Weg gegeben. Und genau das schafften die Wagnerstädter nicht: US-Spielmacher Joyce (23) und sein Landsmann und Centerkollege Visser avancierten bei den Hausherren zu den herausragenden Akteuren und markierten zusammen fast die Hälfte aller Braunschweiger Punkte. Zudem leisteten sich die Bayreuther vor allem offensiv einen "grottenschlechte" erste Spielhälfte und lagen bei Halbzeit verdient mit 16 (!) Punkten im Hintertreffen.
Die Pausenansprache von Mike Koch muss es in sich gehabt haben, denn die Medi-Korbjäger kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und zündeten die Aufholjagd.
Auf nur noch sechs Punkte war der Rückstand vor dem Schlussabschnitt geschmolzen, in der 32. Minute konnte Ronnie Burrell dann sogar kurzzeitig die Führung für sein Team erobern (67:68). Die Bayreuther ließen danach jedoch mehrfach die Präzision in den Offensivaktionen vermissen und ermöglichten es den Niedersachsen, das Ruder herumzureißen.
"Braunschweig hat das ganze Spiel über sehr gut getroffen, wir hingegen haben viele einfache Fehler gemacht und oftmals unnötig schwere Würfe genommen", gab sich Bayreuths Neuzugang David Brembly (8) nach der Partie selbstkritisch.
Bereits am Mittwoch (20 Uhr) bietet sich den Bayreuthern gegen die Eisbären Bremerhaven die Chance zur Wiedergutmachung, am Sonntag folgt ein weiteres Heimspiel gegen die Skyliners Frankfurt.

Braunschweig-Bayreuth 88:80
(27:17, 22:16, 18:28, 21:19)
Braunschweig: Joyce (23 Punkte/3 Dreier), Visser (20), Abromaitis (15/1), Lockett (14), Allen (7), Simon (6/2), McElroy (3/1), Adler, Pluskota, Gertz.
Bayreuth: Hughes (17/1), McCrea (16), Bowman (15/2), Burrell (13), Brembly (8), Bailey (8), Palyza (3/1), Schmitz, Heyden, Zeis.