24-Stunden-Blitzmarathon in Oberfranken - hier misst die Polizei Ihre Geschwindigkeit: Auch in diesem Jahr will die Polizei mit einem sogenannten "Blitzmarathon" auf die Hauptursache von schweren und tödlichen Verkehrsunfällen hinweisen. Denn: Dreimal so viele Menschen kommen in Bayern bei Verkehrsunfälle ums Leben, als durch Mord oder Totschlag.

"Ziel ist es, einen breiten Denkprozess anzustoßen, der letztlich auch zu einem Einstellungs- und Verhaltenswandel führt", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei aus Oberfranken. Im vergangene Jahr musste der Blitztag coronabedingt ausfallen. Die letzte Aktion dieser Art führte die Polizei in Bayern am 3. und 4. April 2019 durchgeführt.

Blitzmarathon am 21/22. April in Bayern: Hier wird heute gemessen

Vor zwei Jahren registrierte die Polizei in Oberfranken 491 Geschwindigkeitssünder. Und das, obwohl die Messtestellen im Vorfeld online veröffentlicht wurden. So auch in diesem Jahr. 2021 misst die Polizei in Bayern an diesen Stellen. Auf der Internetseite des Bayerischen Innenministeriums werden die rund 2100 Messstellen in Bayern veröffentlicht. Dort sind die Messstellen in allen Regierungsbezirken separat aufgeführt - auch für Oberfranken.

Erstmals wird beim 24-Stunden-Blitzmarathon ein sogenannter "Enforcement Trailer" eingesetzt. Das ist ein Gerät mit festverbauter Messtechnik, der in Bereichen von Unfallschwerpunkten mehrere Tage am Stück abgestellt werden kann. Außerdem ist er mit "Polizei" und "Geschwindigkeitsmessung" gekennzeichnet.

Beim letzten 24-Stunden-Blitzmarathon wurde der "traurige" Höchstwert in Oberfranken im Raum Hof gemessen. Auf der B173 bei Köditz war ein Verkehrsteilnehmer mit 153 Kilometer pro Stunde unterwegs und gemessen worden. In diesem Bereich sind aber nur 100 Stundenkilometer erlaubt.

Vorschaubild: Polizei