Bayreuth
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Real in Bayreuth schließt: Weiterführung "wirtschaftlich nicht darstellbar" - 89 Mitarbeiter betroffen

Die Supermarkt-Kette Real schließt weitere Standorte. Auch der Markt in der Bayreuther Karl-von-Linde-Straße macht dicht - betroffen sind dort 89 Mitarbeiter.
 
Real Supermarkt Filiale
Der Real-Markt in der Bayreuther Karl-von-Linde-Straße macht zum 31. Januar 2022 zu. 89 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Symbolfoto: Real
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Real schließt Markt in der Bayreuther Karl-von-Linde-Straße: Im Zuge ihrer Übernahme durch die SCP Group im Sommer 2020 kommt es bei der real GmbH zur Schließung einiger Standorte. Auch die Filiale in Bayreuth mit ihren 89 Mitarbeitern ist betroffen. Anfang nächsten Jahres schließt der Markt. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag (6. Mai 2021) mit.

In ihrer Pressemitteilung berichtet die real GmbH, dass im Rahmen eines Transformationskonzeptes möglichst viele Real-Standorte an andere Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel abgegeben werden. Dadurch habe die deutlich überwiegende Mehrheit der aktuell insgesamt rund 32.000 Beschäftigten eine Zukunft, wenn auch mittelfristig nicht mehr unter der Marke Real. In einigen Fällen müssen jedoch auch Schließungen in Betracht gezogen werden.

Bayreuth: Real-Markt in der Karl-von-Linde-Straße schließt Anfang 2022

Für den Markt in Bayreuth habe Real kein an einer Übernahme interessiertes Unternehmen gefunden. Eine Weiterbetreibung des Standortes sei unter den gegebenen Umständen "wirtschaftlich nicht darstellbar". Aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive muss daher der Markt zum 31. Januar 2022 geschlossen werden.

Real betreibt den Standort mit 4702 Quadratmetern Verkaufsfläche seit 2000. Für alle Mitarbeiter vor Ort gelte in diesem Fall ein Sozialplan, der mit dem Real-Gesamtbetriebsrat vereinbart worden sei und durch den die 89 Personen, die derzeit in dem Markt in Bayreuth tätig seien, abgesichert werden würden. 

"Diese schwere Entscheidung wurde nicht ohne die eingehende Prüfung aller Möglichkeiten getroffen. Wir haben an dem Standort eine schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergangenen Jahren, denen zugleich enorme Betreibungs- und Mietkosten gegenüber stehen", begründet Bojan Luncer, CEO und Arbeitsdirektor der real GmbH, die Entscheidung. "Auch wenn man kurzfristige, durch Corona bedingte Umsatzsteigerungen in die Rechnung miteinbezieht, wäre eine Fortsetzung der Betreibung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten jedoch nicht verantwortbar und könnte den Transformationsprozess insgesamt gefährden."

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