"Vorsicht! Allergiegefahr!": Die Warnschilder rund um den Baunacher Badesee sind eindeutig. Gerade jetzt im Sommer hat der Eichenprozessionsspinner wieder hohes Vorkommen.

Baunachs Bürgermeister Tobias Roppelt erklärt: "Aktuell stehen die Schilder nur vorsichtshalber da." Die Badegäste sollen wissen, dass es den Eichenprozessionsspinner in der Gegend gibt. Gerade jetzt, wo die Sommerferien vor der Tür stehen. 

Eichenprozessionsspinner in Baunach: Ist der Badesee weiter benutzbar? 

"Wir gehen stark gegen den Befall vom Eichenprozessionsspinner vor", so Roppelt, "gerade an Kindergärten und Schulen ist das besonders wichtig." Jedes Jahr beauftragt die Stadt eine Firma, die die gefährdeten Bäume einsprüht. "Es soll gar nicht so weit kommen, dass für die Kinder irgendwelche Gefahr besteht." 

Am Baunacher Badesee ist aktuell noch nichts abgesperrt. "Der Badesee kann ganz normal genutzt werden", erklärt Roppelt. Das Gebiet ist sehr weitläufig, nicht jeder Baum kann ständig kontrolliert werden. "Aktuell sieht es aber sehr gut aus", erklärt er. Die Warnschilder stehen vor allem an den Radwegen der Bundesstraße 279, über die man zum See gelangt. 

Der Eichenprozessionsspinner fliegt in den Nachtstunden von Juli bis September. Gefahren können für den Menschen aber das ganze Jahr lang entstehen. Die Raupenhaare des Nachtfalters können starke allergische Reaktionen auslösen. Auch für den Wald stellt die starke Zunahme des Falters ein Problem dar

In den Kreisen Bamberg und Haßberge wurden an mehr als 20 Orten schwarze Holzkreuze aufgestellt. Mehrere Gemeinden haben nach Hinweisen aus der Bevölkerung schnell reagiert.