• Bamberger Weihnachtsmarkt 2021 fällt aus - Stadtrat sagt Händlern Unterstützung zu
  • Alternative: Marktkaufleute dürfen ihre Ware zum Teil trotzdem anbieten
  • Einzelne Verkaufsstände werden in der Innenstadt verteilt - auch andere Stadtteile sind möglich
  • "Kein Ersatzweihnachtsmarkt": Alkohol und Kinderkarussell bleiben untersagt

Für die Standbetreiber war die bayernweite Absage der Weihnachtsmärkte eine Hiobsbotschaft. Das für sie immens wichtige Saisongeschäft fiel von jetzt auf gleich ins Wasser. In Bamberg wird den am stärksten betroffenen Händlern nun immerhin die Möglichkeit geboten, ihre Waren an verschiedenen Standorten in der Innenstadt anzubieten. Ein entsprechendes Konzept hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch (24. November 2021) beschlossen. 

Einzelne Weihnachtsmarkt-Stände in Bamberg: Stadtrat bewilligt Alternative für Händler

Weihnachtsmärkte sind nach den Vorgaben der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 23.11.2021 auch in diesem Jahr nicht erlaubt. "Die Absage kam kurzfristig und hat für die über 50 Beschicker des Bamberger Weihnachtsmarktes teils dramatische Auswirkungen", berichtet die Stadt Bamberg am Donnerstag (25. November 2021) in einer Pressemitteilung. Demnach bleiben insbesondere die Marktkaufleute mit verderblicher oder saisonaler Ware auf hohen Kosten sitzen, da die Vorräte bereits gekauft sind und vom Großhandel nicht mehr zurückgenommen werden.

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Der Bamberger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch deshalb einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, den am stärksten betroffenen Marktbeschickern, eine Möglichkeit anzubieten, an unterschiedlichen Standorten ihre Waren anzubieten. Dabei habe Oberbürgermeister Andreas Starke deutlich gemacht, dass es "keinen Ersatzweihnachstmarkt" geben könne - lediglich einzelne Verkaufsstände ohne Alkoholausschank sollen die Marktkaufleute demnach unterstützen.

"Wir stellen in der Innenstadt und im weiteren Stadtgebiet verteilt einzelne Standorte im Rahmen einer Sondernutzung für Verkaufsstände zur Verfügung. Es dürfen jedoch kein Alkohol ausgeschenkt und keine Verweilanreize, wie beispielsweise Kinderkarrussel, geschaffen werden,“ betont Starke. Der Oberbürgermeister weist der Stadt zufolge darauf hin, dass es sich gerade nicht um einen "dezentralen Weihnachtsmarkt“ handle.

"Zur Abfederung der wirtschaftlichen Schäden": Buden dürfen bis 23. Dezember stehen bleiben 

"Diese Maßnahme dient zur Abfederung der wirtschaftlichen Schäden bei den Schaustellern und ermöglicht einen Verkauf von Waren analog zum Einzelhandel, jedoch an der frischen Luft,“ so Starke weiter. Auch die Öffnungszeiten sind die gleichen wie beim Einzelhandel, nämlich von Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr. Die Verkaufsstände sollen insgesamt bis zum 23. Dezember stehen bleiben. Selbstverständlich sind jeweils alle aktuellen Infektionsschutzvorgaben zu erfüllen.

Vor dem Hintergrund der Gesamtsituation durch die Corona-Pandemie, der wirtschaftlich dramatischen Lage der Marktbeschicker und insbesondere aufgrund der späten Absage des Weihnachtsmarktes stellt die Verwaltung zudem den Erlass der eigentlich anfallenden Sondernutzungsgebühr in Aussicht, um die Marktkaufleute nicht zusätzlich noch finanziell zu belasten. 

Außerdem unterstützen die Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg und das Stadtmarketing die Beschicker bei der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Verkaufsstände werden in Bamberg verteilt - diese Standorte sind möglich

In ihrer Pressemitteilung nennt die Stadt Bamberg abschließend die möglichen Standorte für die Weihnachtsmarkt-Verkaufsstände - sowohl in der Innenstadt als auch in anderen Stadtteilen. 

Mögliche Standorte in der Innenstadt:

  • Maximiliansplatz
  • Gabelmann
  • Am Kranen
  • Schranne
  • Geyerswörthstraße (vor Touristinformation)
  • Markusplatz

Mögliche Standorte in Stadtteilen:

  • Gartenstadt
  • GaustadtTheuerstadt
  • Graf-Stauffenberg-Platz
  • ERBA-Park
  • Schillerplatz
  • Troppauplatz
  • Wolfgangsplatz

Schon während des Aufbaus des Bamberger Weihnachtsmarkts hatte ein Händler gebangt, dass der Markt schlussendlich doch ins Wasser fällt. Seine Befürchtung sollte sich letztlich bewahrheiten. Auch der für den 28. November geplante verkaufsoffene Sonntag in Bamberg ist gestrichen.

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