Alfred Jeurink darf auf weitere Mitstreiter hoffen. Der Vorsitzende des Vereins "Tourismus Fränkisches Saaletal Hammelburg" warb in Oberthulba um einen Beitrittskandidaten. Und der Fremdenverkehrsverein Thulbatal signalisierte bei seiner jüngsten Sitzung auch schon sein vorläufiges Einverständnis. Allerdings soll das Thema noch einmal intern behandelt werden, erklärte Vorsitzende Birgit Blum.
An dem regionalen Tourismusprojekt "Frankens Saalestück" sind der Markt Oberthulba und der Fremdenverkehrsverein Thulbatal bereits beteiligt. Susanne Volkheimer von "Frankens Saalestück" informierte über die diversen Aktivitäten. "Der Trend ist positiv. Die Übernachtungszahlen im Fränkischen Weinland haben um 3,8 Prozent zugenommen, im Kreis Rhön-Grabfeld sogar um 5,9 Prozent", informierte Volkheimer. Neben dem Gastgewerbe profitierten hiervon auch Einzelhandel und Dienstleistungsbereich.

Internetseiten verknüpfen


Im Tagestourismus und bei den Übernachtungszahlen gebe es noch Ansatzpunkte. Das Thema Wein lasse sich mit Natur, Wanderungen und kulturellen Veranstaltungen verbinden. "Der Gast möchte was erleben und dafür sind Aktionen und Veranstaltungen anzubieten. Wir wollen nicht nur den Wein als Thema, sondern auch Gaumenfreuden schaffen", erläuterte die Projektmanagerin.
Im Internetauftritt seien diverse Links vorgesehen - zu den Beteiligen, den Gasthäusern und der Internetseite "Rhön".
"Die Arbeitsgemeinschaft bringt auch für den Markt Oberthulba und die umliegenden Gemeinden eine touristische Aufwertung", urteilte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW-CSU). Der Gemeinderat stehe dahinter und habe bereits Beschilderungen im Ort mit dem Schriftzug "Frankens Saalestück" beschlossen.
"In Oberthulba ist weinmäßig kein Staat zu machen, trotzdem hat der Tourismus hier mit der reichhaltigen Geschichte große Entwicklungsmöglichkeiten", zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich. Es gehe auch um den Ausbau des Gastgewerbes, in den investiert werden müsse.
Geerd Müller von der "Tourismus GmbH Bayerische Rhön" hält den Vetriebswegeplan von Oberthulba mit "Frankens Saalestück" für richtig. Oberthulba sollte seine Stärken einbringen, ein Zusammenwirken sei gefragt. So sieht es auch Birgit Blum: "Wir haben hier an der Nahtstelle Saaletal und Rhön die besseren Chancen". Auch Gerhard Karg vom Landratsamt pflichtete bei: "Diese Region, die an beiden Seiten vertreten ist, sollte alle Möglichkeiten nutzen, wobei die landschaftlichen Eigenheiten mit eingebracht werden sollten."

Keine gegenteilige Meinung


Alfred Jeurink warb für eine Mitgliedschaft des Fremdenverkehrsvereins Thulbatal im Verein "Tourismus Fränkisches Saaletal Hammelburg". Dann könnten auch Betriebe und Mitglieder aus Oberthulba und Umgebung diese Plattform nutzen, um für sich zu werben.
Jeurink informierte über die Arbeit des Vereins, dem neben der Stadt auch die Gemeinden Wartmannsroth, Fuchsstadt, Elfershausen, Gräfendorf und Oberthulba angehören. Auf die Frage, ob sich die Mitglieder einen Beitritt zum Hammelburger Verein vorstellen können, kam keine gegenteilige Meinung.
Allerdings soll das Thema noch einmal intern behandelt werden und dann der Generalversammlung zur Entscheidung vorgelegt werden, betonte Vorsitzende Birgit Blum. Bei einer Mitgliedschaft würde der Fremdenverkehrsverein Thulbatal auch eigenständig bleiben.