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Elfershausen
Bau

Solarpark in Elfershausen ist fast fertig

Die Arbeiten an der Fotovoltaikanlage liegen im Zeitplan. An der Investition haben auch die Bürger der Region ihren Anteil.
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Ein Arbeiter gibt die Richtung vor.  Foto: Gerd Schaar
Ein Arbeiter gibt die Richtung vor. Foto: Gerd Schaar
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Bürgermeister Ludwig Neeb (CSU) freut sich: "Diese Anlage ist ein kleiner Beitrag unserer Marktgemeinde zum Thema Umweltschutz und erneuerbare Energie." Auf dem Geländedreieck zwischen Eisenbahn und Autobahn störe die Fotovoltaikanlage keinen Menschen. Auch der Gemeinderat stehe voll hinter dem Projekt.
Der Solarpark an der Verbindungsstraße zwischen Elfershausen und Langendorf ist fast vollendet. Ein Vertrag der Marktgemeinde mit der Betreibergesellschaft, der Genossenschaft Deutsche Bürgerenergie (DBE), über die Trassenführung zur Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz ist unter Dach und Fach.
"Wir sind vollkommen im Zeitplan für den Bürger-Solarpark Elfershausen", bestätigt Vorstand Mario Fürst. Die meisten Module sind schon auf den mit Wasserwaage ausgerichteten Metallträgern montiert. Das Transformatorengebäude strebt seiner Fertigstellung entgegen. In wenigen Wochen wird Strom produziert. Die an dem Geländezwickel verlaufende Trasse der Saaletalbahn ist um einen optischen Blickfang reicher geworden.
"Inzwischen sind 221 Energiepakete von Bürgern aus der Region Elfershausen bei uns eingegangen", erklärt Fürst. 68 Mitglieder seien rechtskräftig in die Genossenschaft aufgenommen worden. "Es sind jedoch aktuell noch nicht alle angeforderten Beitrittsformulare an uns zurückgesendet worden", sagt der DBE-Vorstand.
Er freue sich aber über die rege Beteiligung der Bürger, deren lebhaftes Interesse er aus den weiteren Anfragen deutlich spüre.
Die Anlage soll eine Spitzenleistung von 1300 Kilowatt-Peak erreichen. Daraus errechnet sich eine Jahresstrommenge von knapp 1,3 Millionen Kilowattstunden. Freilich kann niemand prognostizieren, wie viel Sonnenschein es in den kommenden Jahren geben wird. Immerhin, sagt Fürst, habe die DBE in sechs solcher Projekte investiert. Deshalb könne man auf Erfahrungswerte zurückgreifen.
"Weitere Projekte für heuer und das kommende Jahr sind zurzeit im Auswahl- und Prüfprozess", erklärt Fürst. Derzeit gebe es noch keine realisierten Projekte mit Biomasse oder Wind- und Wasserkraft. Jedoch habe man bei der DBE in Nürnberg langfristig auch solche Projekte ins Auge gefasst.
Oft werde er nach der Zusammensetzung des 1050 Euro teuren Energiepakets gefragt, berichtet Fürst. Darin enthalten sei ein Nachrangdarlehen von 500 Euro, der Geschäftsanteil an der Genossenschaft von ebenfalls 500 Euro und 50 Euro Eintrittsgeld, das für die Werbung weiterer Mitglieder verwendet werde. "Nicht aufgebrauchte Eintrittsgelder leiten wir gern an soziale Einrichtungen weiter", sagt Fürst.