"Wir haben nicht nur einen Zeitvertreib an regnerischen und ruhigen Tagen. Wir wissen auch, dass wir mit unserer Strickleidenschaft Kindern und armen Menschen helfen", betont Rita Leitschuh.
Gemeinsam mit Ella Schäfer hat sie in den vergangenen Wochen jede Menge Mützen, Schals und Socken gestrickt. "Die Freude der Kinder in Rumänien an Weihnachten bringt auch uns eine gewisse Befriedigung", erklärt Ella Schäfer ihr Engagement.

Für harte Winter in den Karpaten


Die Ehemänner der beiden haben sich schon längst mit dem Hobby ihrer Frauen abgefunden. Mittlerweile macht es ihnen sogar Freude, ihnen beim Stricken zuzuschauen. Seit etwa drei Jahren nutzen die Frankenbrunnerinnen ihre freien Stunden, um die Stricknadeln klappern zu lassen. Und die Bilanz kann sich sehen lassen: 68 Decken, 175 Mützen, 147 Socken verschiedener Größen und 56 Schals.
Die Sachen gehen an den wohltätigen Verein "Das kunterbunte Kinderzelt", der seinen Sitz in Schlüchtern hat. Dort werden sie mit anderen Hilfsgüter verpackt und auf den Weg nach Rumänien gebracht. Gerade in den harten Wintern in den Karpaten sind die Stricksachen aus Frankenbrunn sehr willkommen. "Immer wieder wird uns von der Freude der Kindern und der armen, alten Leute berichtet. Und das ermuntert uns weiterzumachen", bekräftigt Rita Leitschuh.

"Seit Jahren recht fleißig"


Dass die Wollsachen auch in Schlüchtern ankommen, dafür sorgt Anita Eisenhauer aus Reith. Sie freut sich mit den beiden Frauen und zollt ihnen ein dickes Lob: "Rita und Ella sind seit Jahren recht fleißig und arbeiten unermüdlich. Auch jetzt können wir in die Geschenkpakete für die rumänischen Kinder wieder die begehrten wärmenden Sachen mit einpacken und damit etwas Weihnachtsfreude bringen." Oft herrschen in Rumänien Temperaturen um die 40 Grad minus. Über die Decken freuen sich besonders die Bewohner von Altenheimen.
Dass die beiden Frauen auch weiterhin für die Bedürftigen stricken, ist keine Frage. Doch brauchen sie dazu natürlich auch immer wieder neue Wolle. Durch Gespräche bei Veranstaltungen, Seniorennachmittagen und sonstigen Zusammenkünften erhalten sie zwar schon einiges, doch es reicht nicht. Und so kaufen die Frauen hin und wieder auch selbst was zu.
"Auch das spenden wir den Not leidenden Kindern und alten Menschen gerne. Dankbar sind wir natürlich, wenn uns Restwolle oder sonstige Spenden zukommen", sagt Rita Leitschuh. Die Frauen sind auch bereit, Wollsachen wie Pullover und andere Textilien für ihre Arbeit aufzutrennen. "Schön ist es, wenn wir dann an Weihnachten bei uns daheim feiern und dabei an die strahlenden Augen der Kinder im fernen Rumänien denken können", freut sich Ella Schäfer.
"Das kunterbunte Kinderzelt" ist ein überkonfessioneller christlicher Verein mit Sitz in Schlüchtern, der als gemeinnützig anerkannt ist. Vereinszweck ist die Kinder- und Familienhilfe im In- und Ausland. In Rumänien engagiert sich der Verein seit rund zehn Jahren. Erstes großes Projekt war eine Schule für rund 90 Romakinder aus ärmsten Verhältnissen. Darüber hinaus engagiert sich die Organisation durch die Ausgabe von Lebensmitteln und die Einrichtung von Kleiderkammern. Weitere Bereiche sind zum Beispiel Familienberatung und Finanzierung von Schulausbildung. Nähere Informationen gibt es unter www.daskunterbuntekinderzelt.de im Internet.