Jetzt, um diese Zeit, wollte man das Projekt Heimatspielhaus praktisch umsetzen, so waren die Pläne Mitte der 2000er Jahre von Martin Kuchler, erinnerten sich noch manche der Teilnehmer in der Mitgliederversammlung. Doch es ist alles viel schneller gegangen.
Der bisherige und neue Vorsitzende, sowie andere Vorstandsmitglieder ließen - bei aller Zuversicht über den Zustand und das bisher Erreichte im und mit dem Heimatspielhaus - deutlich erkennen, dass die Akzeptanz für eine Nutzung zu öffentlichen und privaten Veranstaltungen ruhig noch weitere Kreise ziehen kann:"Denn das Ambiente und damit die Stimmung in den Räumen ist einmalig, gerade bei den Gästen von außerhalb", so Schatzmeisterin Gisela Richter.


Erfolgreiche Ausstellung

In Martin Kuchlers Blick zurück auf die vergangenen Monate machte sich Stolz, auf das Vorstandsteam breit, genauso wie auf die eigenen Veranstaltungen mit einem sehr engagierten Helferkreis. Hervorgehoben wurde von ihm dabei die kürzlich beendete Ausstellung "Leben nach Luther", für die im Vorfeld verschiedene Münnerstädter Vereinigungen Verantwortung übernahmen. Die Durchführung der Ausstellung, sowie der Sonderveranstaltungen in den Kirchen, dem Deutschordensschloss und dem Berufsbildungszentrum waren so von einem großen Erfolg gekrönt. Rund 2000 Besucher fanden im April den Weg zur Ausstellung, zum Theater, zur Musik oder zu den Vorträgen. Folgelasten durch das "Luther"-Projekt sind nicht zu erwarten, Kosten und Einnahmen werden sich ausgleichen.
Zum jährlichen Betriebsergebnis tragen die dauerhafte Vermietung des Erdgeschosses und der Wohnung im Obergeschoss genauso bei, wie die circa zehn Nutzungen im Berichtszeitraum für private Zwecke. Hier wäre noch eine Steigerung möglich.
Gisela Richter konnte in ihrem Kassenbericht von einer stabilen Situation berichten. Der Verein habe Werte geschaffen, die es zu erhalten gelte. Es erfolgte die einstimmige Entlastung. Die fälligen Neuwahlen gingen dank guter Vorgespräche und routinierter Führung durch Wahlleiter Bruno Eckert schnell.


Im Amt bestätigt

Martin Kuchler bleibt Vorsitzender, ebenso die Stellvertreterinnen Susanne Stäblein und Christine Schikora; die Finanzverwaltung verbleibt ebenso bei Gisela Richter, wie die Schriftführung bei Gernot Spieß. Roman Jonas und Wilhelm Neugebauer wurden als Beisitzer bestätigt, der ehemalige Lehrer Horst Müller wurde neu bestimmt. Als Kassenprüfer stellten sich zum wiederholten Male Oliver Schikora und - neu- Helmut Schreiner zur Verfügung. Mit einem herzlichen Dank wurden Claudia Skuppin und Klaus Dieter Guhling aus ihren Vereinsämtern verabschiedet.


Voruntersuchungen

Als nächste große Herausforderung wird der Verein "Zukunft für das Heimatspielhaus e.V." die Sanierung der zum Kirchplatz hin gelegenen Scheune in Angriff nehmen. Dazu wurden bereits die baubegleiteten Voruntersuchungen für das Denkmal begonnen. Die Finanzierung wird zu einhundert Prozent bezuschusst. Das Planungsbüro Knoll und Koropatzki, Rothenburg ist dabei wieder federführend.
Auf die die Frage von Ludwig Mangold, was den aus der Scheune werden soll, antwortete Martin Kuchler ausweichend. "Man wisse es noch nicht, es gibt mehrere Möglichkeiten, unter anderem eine Festhalle für Münnerstädter Vereine." Weitere Überlegungen werden erst angestellt, wenn die Untersuchungen beendet sind und die Kosten geschätzt werden können. Dass Historie immer wieder lebendig werden kann, bewies Ludwig Mangold mit der Anekdote, er sei neben der Scheune am Kirchplatz aufgewachsen und hat im vormaligen Stall die beiden Pferde besucht und gepflegt. Daraus sei ein lebenslang währendes Hobby entstanden.