In den Reihen der Wehr ist nun auch die Wirmsthaler Weinprinzessin Marlene Büttner zu finden. "Ich möchte mit meinem Eintritt in die Feuerwehr die Gemeinschaft des Dorfes unterstützen", verriet sie. Und der ebenfalls neu aufgenommene Leon Jacksch sagte: "Ich mag die Feuerwehr und wollte ganz bewusst dort aktiv werden."
Auch neu in der Jugendfeuerwehr ist jetzt Philipp Rost. "Durch meine Eltern und durch meine Kameraden kam ich drauf und hatte Lust, in unsere Wirmsthaler Wehr einzutreten", erklärte er seine Motive.
Dass es mit der Nachwuchsarbeit so gut klappt, erfreute auch Leo Danz. Zusammen mit Manfred Ludwig und Albrecht Zisler erhielt er bei der Versammlung die Auszeichnung als Dank für die 40-jährige Treue zum Feuerwehrverein. "Sich für die Feuerwehr einzusetzen, hat sich auf jeden Fall gelohnt", empfahl Danz auch der Jugend dieses ehrenamtliche Engagement.
"Lange Jahre war ich als Vorsitzender und Beisitzer in die Vorstandsarbeit eingebunden", berichtete der Maschinist Danz. Die Wirmsthaler Wehr sei ein Stück Heimat für ihn.

Vier Ernstfalleinsätze

Vier Mal mussten die Floriansjünger im vergangenen Jahr zu ernsthaften Einsätzen ausrücken, berichtete Kommandant Edgar Röder. Dabei ging es um die Beseitigung von Öl- und Dieselspuren, um einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum sowie einen Fehlalarm. Röder erinnerte auch an diverse Verkehrsabsicherungen bei Großveranstaltungen wie zum Beispiel für den Saaletal-Marathon, den Martinszug sowie etliche Prozessionen.
Auf insgesamt 900 freiwillig geleistete Stunden kam Röder, als er die Übungen, Schulungen, Wartungen und Kommandantentreffen addierte. "Das ist mehr als im Jahr davor", lobte der Kommandant seine 32 aktiven Kameraden.
Im Zeitalter des Computers müsse künftig auch mit steigenden Stundenanzahlen in diesem Bereich gerechnet werden: "Wenn hoffentlich die Generationen von Software und Rechner zusammenpassen", deutete Röder Probleme an.
Im Bereich "Atemschutz" seien Verbesserungen nötig, zog Röder das Fazit aus dem schriftlichen Bericht von Dirk Schulz, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Zurzeit seien nur noch sieben Atemschutzträger in der Wirmsthaler Wehr. "Da brauchen wir noch ein paar mehr", warb Röder um Freiwillige mit einem suchendem Blick in den Saal.
Auch die Atemschutztechnik sollte noch besser auf Vordermann gebracht werden: "Damit uns beim Einsatz nicht die Atemluft ausgeht", verwies Röder auf entsprechende Übungshinweise.
Einig waren sich Vorsitzender Matthias Büttner und Bürgermeister Hallhuber darin, dass die 140-Jahr-Feier im vergangenen Sommer ein Höhepunkt für Wirmsthal war. "Publikumsmagnete waren die Fotoausstellung über die Wehrhistorie, die von der Würzburger Feuerwehrschule ausgeliehene Drehleiter sowie die Demonstrationen von explosiven Haushaltsunfällen", rief Büttner in Erinnerung.
Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen Sportverein, dankte dem Hallenbesitzer Karl-Heinz Grimm und erwähnte die Spende der Wehr über 1000 Euro. Das Geld aus dem Gewinntopf ging an die Opfer des Hochwassers.