Bauunternehmer Peter Heil hatte in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender im Namen des Bayerischen Bauindustrieverbandes (BBIV) zur Fachtagung nach Eltingshausen eingeladen.

Gleich in seiner Begrüßung zählte Peter Heil, der aus der großen Zuhörerzahl die hohe Brisanz des Themas für die Bauwirtschaft ableitete, die drei Kernprobleme im Umgang mit Bauaushub auf: Der bei einem Neubau anfallende Erdaushub verursacht einen unvorhersehbaren zeitlichen und finanziellen Mehraufwand durch Zwischenlagerung, Prüfung der Erde auf mögliche Kontaminierung, Wiedereinbau oder notfalls Abtransport in eine Deponie. "Der Bodenaushub für ein Einfamilienhaus kann dann genau so teuer werden wie dessen Kellergeschoss."

Als zweites Problem nannte Heil die Notwendigkeit der Zwischenlagerung: "Ein Lager für 500 Kubikmeter muss man erst mal haben!" Bad Kissingen verfüge zum Glück über einen solchen Umschlagplatz im ehemaligen Kasernengelände. Da dorthin der Transport ausschließlich auf öffentlichen Straßen abläuft, "verlässt das Material juristisch nicht die Baustelle". Denn anderenfalls gibt es ein drittes, ein juristisches Problem: Verlässt das Erdmaterial die Baustelle, ist es aus juristischer Sicht bereits Abfall und muss nach dem Abfallgesetz entsorgt werden. "Obwohl wieder verwertbar, wird der Wertstoff Erde dann zum Abfall", kritisierte der Bauunternehmer die aktuelle Gesetzgebung.