Ein Brennofen allein macht noch keine edlen Brände. Das erklärt ein Spruch, der bei Thomas Kleinhenz an der inneren Scheunenwand zu lesen ist: "Mit dem guten Geschmack ist es ganz einfach - man nehme von allem nur das Beste." Zum Beispiel die Apfelsorten Goldparmäne, Gravensteiner, Goldrenette oder Winterrambour.

Qualität ist offenbar das Geheimnis, das die hochprozentigen Produkte der Höfe auszeichnet, die sich zu den Tagen der edlen Brände für Besucher öffneten. "Es ist viel Arbeit für die Vorbereitung fällig gewesen", sagte Rudolf Wagner. Dennoch sei es ihm leicht gefallen, weil er die Tradition des edlen Brennens im Herzen trage. "Wir haben uns seit Wochen auf diese beiden Tage vorbereitet", wies Kleinhenz auf den Umbau seiner Scheune hin. Etwa 30 Helfer seien beim Festbetrieb zur Stelle gewesen. "Sonst wäre es nicht zu schaffen gewesen."

In Neuwirtshaus öffneten zwei Höfe ihre Tore. Bei Edelbrand-Sommelier Lothar Bold standen die regionalen Obstsorten und das Biogetreide als hochwertige Ausgangsstoffe für das Brennen im Blickfeld der "Boldschen Schnapsideen". Auf Voglers Bauernhof konnten die Besucher nicht nur Brände aus den Früchten der Streuobstwiesen probieren, sondern auch Eierlikör. Sortenreine Brände und edle Geiste lockten zur Brennerei von Frank Martin nach Schwärzelbach.

Erfreut über die Belebung der Dorfkerne war Besucher Kurt Müller: "Das ist ein gutes Beispiel zum Thema Dorferneuerung." "Diese Tage der edlen Brände sind eine Superidee", meinte Christine Vogler. Und ihr Ehemann Frank fügte hinzu: "Nächstes Jahr sind wir wieder gern dabei - aber es sollte nur an einem Tag sein."