Er begründete diesen Schritt damit, dass er beruflich in Stuttgart stark eingebunden sei. Stadtrat wolle er aber weiterhin bleiben. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) sowie die Fraktionssprecher von PWG, FDP/FB sowie SPD dankten Bös für seinen Einsatz, den er immerhin schon in dritter Amtzeit zeigte. "Bleiben Sie streitbar wie wir Sie kennen", sagte Adelheid Zimmermann (FDP) treffend. Die CSU benannte gleichzeitig Karlheinz Schmitt als neuen Sprecher der Fraktion.


Hirschmann Rechnungsprüferin

Zudem trat Bös auch aus dem Rechnungsprüfungsausschuss aus, dessen Vorsitzender er war. Als Begründung nannte er hier Schwierigkeiten, wochentags an Terminen teilzunehmen - beispielsweise was die Rechnungsprüfung der Rhönallianz angehe (bei der eben nur der Vorsitzende, nicht sein Stellvertreter teilnehmen könne). "So kann man ein Amt nicht ausfüllen, das geht nicht", sagte Bös leicht ärgerlich. Als seine Nachfolgerin benannte der Stadtrat einstimmig Petra Hirschmann.

Ob Hirschmann aber auch Vorsitzende werde, darüber waren sich die Fraktionen nicht einig. Die PWG brachte mit Heribert Jakobsche einen eigenen Kandidaten ins Spiel. Die Abstimmung spiegelte das Mehrheitsverhältnis im Stadtrat wider: CSU und SPD plädierten für Hirschmann, PWG und FDP/FB unterstützten Jakobsche. Mit 11:9 Stimmen wurde Hirschmann schließlich zur neuen Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses gewählt.