Wenn auch die Zahl der Teilnehmer wegen des demografischen Wandels gesunken ist. Immerhin, das Wetter war günstig, um sich zu Fuß oder mit dem Auto auf den Weg zu machen. "Erst, wenn diese Feier stattgefunden hat, kommt bei mir die richtiger Weihnachtsstimmung auf", sagt Anja Donner, die für das Schmücken des Raumes verantwortlich ist.

War das ehemalige Zechenhaus zunächst noch vom Klappern der Bestecke und den Gesprächen beim festlichen Mahl erfüllt, wurde es beim Klang der "Traumflöten" unter der Leitung von Carina Schaupp dann aber sofort ganz still.


Ein schwieriges Jahr

Vorsitzender Wilfried Donner ließ das zurückliegende, schwierige Vereins-Jahr kurz Revue passieren und verwies auf die vielen Kriege und Krisenregionen unserer Welt. Anstatt dass endlich Friede herrsche, würde die Zahl der kriegerischen Auseinandersetzungen immer größer. Umso schöner sei es, hier in der Hütte die Harmonie in der Rhönklub-Familie erleben zu können.

Nur vom strahlenden Licht der vielen Kerzen erhellt, ließen sich die Besucher in eine "andere Welt" entführen. Die "Kirchberg-Musikanten" intonierten all die vielen schönen Adventslieder. Die Liedtexte, obwohl den meisten seit Kindheitstagen bekannt, waren im Programmheft abgedruckt.

Wie schon immer, wurde bei dieser Feier nicht nach jedem Wort- oder Musikbeitrag applaudiert. Der Ablauf des umfangreichen Programms wirkte wie eine Familienfeier im Wohnzimmer am Kamin: Es wurde zugehört, andächtig gelauscht, mitgesungen und es gab Momente der Stille - Zeit, um die Texte nachwirken zu lassen.
Verschiedene Vereinsmitglieder trugen Geschichten aus unserer Zeit vor, ohne Mikrofon, wie daheim. Diese familiäre Atmosphäre ist es, die diese Rhönklub-Feier einmalig macht, und die deshalb so beliebt ist. Bürgermeister Gerd Kleinhenz war ebenfalls kurz gekommen, um dem Wildfleckner Zweigverein die Ehre zu erweisen sowie allen ein gesegnetes Fest zu wünschen. Am Ende saß man noch ein wenig zusammen.