Schlechtestes Kommunalwahlergebnis seit 1952 für Söders CSU

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CSU nach Kommunalwahlen in Bayern enttäuscht
Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und bayerischer Ministerpräsident, nimmt nach der Sitzung des CSU-Vorstands an einer Pressekonferenz in der CSU-Landesleitung teil ...
CSU nach Kommunalwahlen in Bayern enttäuscht
Malin Wunderlich/dpa

Nach den Kommunalwahlen in Bayern steht nun ein landesweites Ergebnis fest. Vor allem eine Partei hat viele Stimmen verloren.

Die CSU hat bei den bayerischen Kommunalwahlen landesweit leichte Verluste hinnehmen müssen: Ihr Stimmenanteil in den Landkreisen und kreisfreien Städten ging im Vergleich zur Wahl 2020 von 34,5 auf nun 32,5 Prozent zurück. Das ist ihr schlechtestes Kommunalwahlergebnis seit 1952.

Die AfD legte dagegen deutlich von 4,7 auf 12,2 Prozent zu - sie war am Sonntag auch erstmals flächendeckend mit eigenen Listen zur Wahl angetreten. In Erlangen musste ein zunächst gewählter AfD-Kandidat seinen Sitz allerdings gleich wieder abgeben - den bekamen schließlich die Grünen.

Kommunalwahl in Bayern - CSU, Grüne und SPD mit Verlusten, AfD gewinnt dazu

Vor allem die Grünen fuhren Verluste ein, wurden aber mit landesweit 13,6 Prozent erneut zweitstärkste Kraft in den Kommunalparlamenten, wie nach Auszählung der 96 Gremienwahlen beim Statistischen Landesamt im Internet ersichtlich war. Vor sechs Jahren hatten die Grünen noch 17,5 Prozent geholt - das war damals ihr bislang bestes Kommunalwahlergebnis im Freistaat. Mitunter gab es aber auch kuriose Ergebnisse in Franken - unter anderem scheiterte ein Bürgermeisterkandidat im Kreis Main-Spessart, obwohl er der einzige Bewerber um das Amt war.

Die SPD, für die es 2020 schon um rund sieben Prozentpunkte auf historisch schlechte 13,7 Prozent nach unten gegangen war, sackte nun weiter auf 12,3 Prozent ab - sie landete damit aber landesweit noch knapp vor der AfD auf Rang drei. Die Freien Wähler legten minimal von 11,9 auf 12,1 Prozent zu. Die Wahlbeteiligung stieg von 58,7 Prozent im Jahr 2020 auf jetzt 63,4 Prozent.

Für die Ermittlung des landesweiten Ergebnisses werden die Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten und die Kreistagswahlen in den Landkreisen zusammengezählt. Gemeinsame Wahlvorschläge mit anderen Parteien oder Gruppen sind bei diesen Zahlen der Parteien jeweils mit eingerechnet. Hier geht es zu den Ergebnissen für Nürnberg, Bamberg und Erlangen