Jonas Glüsenkamp von den Grünen hat bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen auf sich vereinen können. So blicken die drei OB-Kandidaten auf die nahe Zukunft.
Die Bamberger Kommunalwahl 2026 am 8. März ist abgeschlossen. Im großen Sitzungssaal des Rathauses konnten Interessierte die Auszählung verfolgen. Kurz vor dem endgültigen Ergebnis erschienen schließlich die drei Oberbürgermeisterkandidaten Melanie Huml (CSU), Sebastian Niedermaier (SPD) und Jonas Glüsenkamp (Grüne). Letzterer kann sich über 11.170 Stimmen und einen prozentualen Anteil von 30,3 Prozent freuen. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 64,3 Prozent.
Der 38-Jährige verbesserte sich damit im Vergleich zur OB-Wahl 2020 um 5,7 Prozent. Großer Applaus und Jubelrufe ertönten für ihn. Er geht in die Stichwahl mit Sebastian Niedermaier, der 10.703 Stimmen (29 Prozent) erhalten hat.
Begeisterung bei Glüsenkamp und Niedermaier - so reagiert Melanie Huml auf die Bamberger OB-Wahl
Im Interview mit inFranken.de sagt Glüsenkamp: "Ich bin sehr begeistert, es ist ein tolles Ergebnis, dass ich auf dem ersten Platz in die Stichwahl gehe und jetzt geht es darum, mit den Bürgerinnen und Bürgern die Themen noch einmal zu diskutieren." Auch Sebastian Niedermaier, der inFranken.de am Mittag erklärt hatte, weshalb er seine Partei auf seinen Wahlplakaten nicht zeigt, ist die Freude anzusehen.
"Ich bin erleichtert und absolut glücklich." Er zeigt sich stolz, "als Underdog gegen eine amtierende Ministerin in die Stichwahl zu kommen". Melanie Huml hat mit 10.422 Stimmen einen Anteil von 28,2 Prozent erhalten, was zeigt, wie knapp die Wahl ausgegangen ist. Ihre Schlussfolgerung: "Der Wähler hat jetzt entschieden, ich werde gerne weiter in München für Bamberg arbeiten, von daher ist es die Position, die die Wähler für mich vorgesehen haben." Die ausführlichen Statements hörst du im Video. Über einen gesonderten Artikel kommst du zu den Kommunalwahlergebnissen im Landkreis Bamberg.
@Bamberger1961: "Das würde deutlicher zeigen, wie gering der demokratische Rückhalt tatsächlich ist"
Nein, das ist ein klassischer Fehlschluss. Wahlbeteiligung lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf Zustimmung zur Demokratie zu. Nicht zur Wahl zu gehen kann vielfältige Gründe haben. Die Frage nach Zufriedenheit mit der Demokratie kann dem "Deutschland-Monitor" entnommen werden und lag zuletzt bei 78,6% die " sehr zufrieden" oder "eher zufrieden" sind:
https://deutschland-monitor.info
Joe-Bamberg
für mich zeigt das Ergebnis, dass eine große Partei einen Kandidaten ohne Nachweis einer Expertise "durchbringen" kann 🥴 ..., von wegen Personenwahl 😂
Bamberger1961
Der eigentliche Gewinner dieser Wahl sind, die resigniert haben, nämlich die Nichtwähler. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung nicht zur Urne geht, spiegelt das Parlament nur noch einen Bruchteil der tatsächlichen gesellschaftlichen Stimmung wider. Deshalb sollte die Größe eines Parlaments an die Wahlbeteiligung gekoppelt sein. Würden die Sitze proportional zur tatsächlichen Beteiligung vergeben, blieben von den 45 Mandaten in Bamberg nur rund 29 übrig. Das würde deutlicher zeigen, wie gering der demokratische Rückhalt tatsächlich ist – und wäre ein Anreiz für Politik und Verwaltung, Vertrauen zurückzugewinnen, statt sich auf formaler Legitimation auszuruhen.
@Bamberger1961: "Das würde deutlicher zeigen, wie gering der demokratische Rückhalt tatsächlich ist"
Nein, das ist ein klassischer Fehlschluss. Wahlbeteiligung lässt keinen unmittelbaren Rückschluss auf Zustimmung zur Demokratie zu. Nicht zur Wahl zu gehen kann vielfältige Gründe haben. Die Frage nach Zufriedenheit mit der Demokratie kann dem "Deutschland-Monitor" entnommen werden und lag zuletzt bei 78,6% die " sehr zufrieden" oder "eher zufrieden" sind:
https://deutschland-monitor.info
für mich zeigt das Ergebnis, dass eine große Partei einen Kandidaten ohne Nachweis einer Expertise "durchbringen" kann 🥴
..., von wegen Personenwahl 😂
Der eigentliche Gewinner dieser Wahl sind, die resigniert haben, nämlich die Nichtwähler. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung nicht zur Urne geht, spiegelt das Parlament nur noch einen Bruchteil der tatsächlichen gesellschaftlichen Stimmung wider. Deshalb sollte die Größe eines Parlaments an die Wahlbeteiligung gekoppelt sein. Würden die Sitze proportional zur tatsächlichen Beteiligung vergeben, blieben von den 45 Mandaten in Bamberg nur rund 29 übrig. Das würde deutlicher zeigen, wie gering der demokratische Rückhalt tatsächlich ist – und wäre ein Anreiz für Politik und Verwaltung, Vertrauen zurückzugewinnen, statt sich auf formaler Legitimation auszuruhen.