Jan Schiffers, AfD-Kandidat für Bamberg, blickt zuversichtlich auf die Stadtratswahl 2026. Seine Partei stoße auf immer mehr Aufgeschlossenheit in der Stadt, meint er.
Zwei Sitze erhielt die AfD 2020 bei der Bamberger Stadtratswahl. Kurz vor Ende der Kommunalwahl am 8. März 2026 zeigt sich Stadtrat Jan Schiffers jedoch zuversichtlich, dass seine Partei künftig stärker vertreten sein werde. "Man merkt in den Gesprächen, dass die Berührungsängste der Partei gegenüber nicht mehr so groß sind", sagt er im Gespräch mit inFranken.de.
Die Stimmung in der Partei sei gut. "Viele Bürger sind aufgeschlossener. Das zahlt sich am Ende auch aus für uns. Wir hoffen, dass wir uns verdoppeln können." Klar sei, dass es die AfD weiterhin in der Stadt schwerer habe, als im Landkreis. Er zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass seine Partei sich hier weiterentwickeln werde.
"Sicher gefühlt": Bamberger Wahlkampf für AfD angenehmer
Der aktuelle Wahlkampf sei für die AfD angenehmer verlaufen, beschreibt er seinen Eindruck. Es habe zwar an den Plakaten "nach wie vor viel Sachbeschädigung" gegeben, aber an den Ständen habe das Team sich "jederzeit sicher gefühlt". Einen Protest an einem Wahlstand habe es beispielsweise am 7. Februar auf dem Maxplatz gegeben, aber die Gruppe habe die Gespräche der AfD mit den Bürgern auch durch den Eingriff der Polizei nicht behindert. Ein Herzensthema, das Jan Schiffers nach der Wahl als Erstes angehen wolle, kann er nicht definieren. "Es sind so viele Themen", sagt er und hebt "die angespannte Haushaltslage hervor".
Auch wenn es eine neue Oberbürgermeisterin oder ein neuer Oberbürgermeister werde, "der von der Partei ganz weit weg ist", sei die AfD "konstruktiven Vorschlägen gegenüber immer aufgeschlossen", merkt der 49-Jährige an. "Wir sind inhaltlich für alles offen und sprechen mit jedem." Jan Schiffers geht von einer Stichwahl aus.
Brief- und Urnenwahl: So war die Wahlbeteiligung
Stimmberechtigt waren in Bamberg 57.955 Menschen. Um 15 Uhr lag die Wahlbeteiligung der Bamberger bei 60,78 Prozent, wie Stadtsprecher Michael Memmel inFranken.de mitteilt. Insgesamt haben 24.230 Menschen Briefwahl beantragt. Wie viele, den Brief tatsächlich abgegeben haben, könne die Stadt nicht sagen. Wenn alle Briefwähler tatsächlich gewählt haben, liegt die Briefwahlbeteiligung bei 41,8 Prozent. Zur Urne sind bis 15 Uhr insgesamt 10.993 Personen gegangen.