Hohe Spritpreise: Söder äußert sich zu 12-Uhr-Regel

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Söder stellt Wirksamkeit der 12-Uhr-Regel an Tankstellen infrage
Hohe Spritpreise drücken das Gemüt der Autofahrer in Deutschland auch in den Sommerferien. CSU-Chef Söder hat aber auch keine kurzfristige Lösung parat.
Söder stellt Wirksamkeit der 12-Uhr-Regel an Tankstellen infrage
Fabian Sommer/dpa

Die Spritpreise in Deutschland sind stark gestiegen. CSU-Chef Söder rechnet nicht mit einer kurzfristigen Entlastung für Autofahrer, macht aber Hoffnung auf die Schlussabrechnung.

CSU-Chef Markus Söder zweifelt angesichts der stark gestiegenen Spritpreise in Deutschland an der Wirksamkeit der sogenannten 12-Uhr-Regel an den Tankstellen. "Man sollte auch noch mal dringend schauen, ob diese 12-Uhr-Regel wirklich funktioniert. Mein Gefühl, sie funktioniert nicht sehr und hat auch keine große Wirkung", sagte der bayerische Ministerpräsident im ARD-Sommerinterview.

Die Kraftstoffpreise waren im Zuge des Iran-Kriegs und der Blockade des für den Öltransport bedeutenden Seewegs Straße von Hormus stark gestiegen. Nach der im April eingeführten 12-Uhr-Regel dürfen die Tankstellen die Spritpreise nur noch einmal täglich - um 12 Uhr - erhöhen. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe. Um Tankstellenkunden zu entlasten, hatte der Bund im Mai und Juni zudem die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Nach Ende des sogenannten Tankrabatts schossen die Preise wieder in die Höhe.

Söder stellt 12-Uhr-Regel an Tankstellen infrage - offen für Übergewinnsteuer

Die zeitnahe Einführung eines erneuten Tankrabatts erwartet Söder nicht. "Aber sollte das jetzt über Monate weitergehen, dann muss man sich noch mal überlegen, zum Beispiel, ob die hohe CO2-Bepreisung bleiben kann. Aber im Moment gilt erst mal draufzuschauen, dass es vielleicht doch noch hoffentlich eine Einigung gibt, die dann zu einer entspannten Situation führt", sagte er. Auch auf Nachfrage wollte sich Söder nicht auf einen konkreten Termin festlegen.

Zugleich erinnerte er daran, dass Pendler infolge der Erhöhung der Pendlerpauschale ja auch "vieles von dem, was jetzt überbezahlt wird" wieder zurückbekommen würden. "Und deswegen glaube ich, kommt da ohnehin noch mal viel Geld zurück."

Hinsichtlich einer Übergewinnsteuer, mit der Mineralölkonzerne zur Kasse gebeten werden könnten, zeigte sich Söder offen: "Da ist ja der Finanzminister dran. Da bin ich tendenziell offen dafür, wenn es erkennbar wäre." Auch andere Instrumente wie einen Spritpreisdeckel solle man im Blick haben. "Aber die eigentliche Hoffnung ist schon, dass es relativ bald endlich wieder Signale gibt, dass die Straße von Hormus frei wird und dann auch die Preise sich wieder regulieren."

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