Das liege aber nicht ausschließlich am "E" des entsprechenden Autos: In diesem Fahrzeugsegment seien die Anschaffungspreise für Neuwagen – egal ob Verbrenner oder Elektroauto – generell sehr hoch. Ein Umstieg auf Elektro erfordert hier also mehrere Zehntausend Euro.
Neue Modelle mischen auch den Markt der Großraum-Vans langsam auf
Dafür mischen auch neue Modelle vor allem asiatischer Hersteller langsam den Markt für Großraum-Vans auf: Mit dem Kia-PV5-Siebensitzer und dem Hyundai Staria Elektro gebe es nun auch deutlich günstigere Neuwagen-Alternativen für Großfamilien zu VW, Ford, Mercedes und dem Stellantis-Konzern (Fiat, Opel, Citroen, Peugeot - und beim Pro Ace Electric auch in Kooperation mit Toyota). Weitere Hersteller möchten entsprechende Modelle in diesem Segment herausbringen, sagt Eisel. Am Gebrauchtwagenmarkt werde sich ihm zufolge daher in den nächsten Jahren ebenfalls einiges tun.
Sommerurlaub im Elektroauto mit zwei oder mehr kleinen Kindern – geht das?
Für manche Eltern mit kleinen Kindern ist ein Szenario unterdessen noch unvorstellbar: Mit einem gebrauchten Elektro-Großraum-Van 800 bis 1000 Kilometer in den Sommerurlaub fahren und dafür mehrmals einen Ladestopp einlegen. Das Diesel-Pendant würde dieselbe Strecke schließlich mit maximal einem Tankstellenbesuch schaffen.
"Da muss man wohl in Zukunft etwas umdenken", sagt Energieberater Daniel Eisel. Möglich ist es. Wie der Experte erzählt, ist er selbst Ende 30 und Vater von zwei kleinen Kindern und er sei schon mit einem Renault Zoe – also sogar einem für längere Reisen eher untypischen elektrischen Kleinwagen – bis nach Ungarn in den Sommerurlaub gefahren.
Dass man Hunderte Kilometer am Stück fährt, sei wohl ohnehin die Ausnahme. Gerade mit Kindern an Bord seien ohnehin mehrere Stopps für kleine und große Geschäfte sowie zum Essen und Toben nötig. "Das kann man dann gut mit einer Ladepause kombinieren", sagt er. Selbst suche er dann beispielsweise nach Ladesäulen, bei denen es in der Nähe einen Spielplatz gibt. Danach ist der Akku des Autos wieder gut gefüllt – und der der Kinder gut "ausgeleert" und ebenfalls bereit für die Weiterfahrt.
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