Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Kaderverkündung für eine große Überraschung gesorgt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit diesem Vorgehen dürften die wenigsten gerechnet haben.
Mit großer Spannung wurde die erste Kaderbekanntgabe von Jürgen Klopp erwartet: Am Donnerstag (17. September 2026) präsentierte er erstmals sein Aufgebot für die anstehenden Länderspiele. Der 59-Jährige beginnt seine Amtszeit als Bundestrainer nach dem jüngsten WM-Misserfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Sommer mit einer umfassenden Sichtung.
Der neue DFB-Cheftrainer startet mit einem außergewöhnlich großen Doppel-Kader in seine ersten vier Länderspiele der Nations League. Nationalmannschafts-Fans dürfen sich auf viele neue und teilweise unbekannte Gesichter freuen.
Klopp stellt XXL-Kader für deutsche Nationalelf vor – das hat es mit dem Mega-Aufgebot auf sich
Fans, Medien und Fußball-Deutschland blickten gespannt nach Frankfurt, wo die Nominierungen im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurden. Die Erwartung war vor allem deshalb so groß, weil es Klopps erste personelle Weichenstellung als Bundestrainer war und bereits im Vorfeld über mögliche Debütanten, Rückkehrer und Überraschungen spekuliert wurde.
Klopps erstes DFB-Aufgebot umfasst insgesamt 44 Spieler, darunter noch 16 WM-Teilnehmer, zahlreiche Rückkehrer wie Marc-André ter Stegen, Serge Gnabry oder Karim Adeyemi sowie 16 Spieler ohne Länderspielerfahrung. "Die Kaderzusammenstellung hat Spaß gemacht. Ich möchte so viele Spieler wie möglich kennenlernen und so viele Eindrücke wie möglich von ihnen bekommen", sagte Klopp bei der Vorstellung seines ersten Kaders auf dem Frankfurter DFB-Campus.
Neue Namen für das Fußball-Land Zu den erstmals ins A-Team berufenen Neulingen zählen Überraschungen wie Mika Baur von Celtic Glasgow, der Hoffenheimer Bambasé Conté, Vitaly Janelt vom FC Brentford, Felix Keidel vom Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg, der Augsburger Hennes Behrens, die vier Freiburger Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Derry Scherhant sowie der Frankfurter Younes Ebnoutalib und der Stuttgarter Finn Jeltsch.
"Es ist uns viel Talent aufgefallen"
"Wir sehen etwas in den Jungs, wir sehen großes Potenzial. Es ist uns viel Talent aufgefallen. Wer kann in zwei Jahren eine Stütze sein?", äußerte Klopp zu seinen Beweggründen. "Wir haben nicht geschaut, was uns fehlt, sondern was wir haben. Ich bin zufrieden mit der Auswahl." Nach den ersten beiden Begegnungen am kommenden Donnerstag in Amsterdam gegen die Niederlande und drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland wird es zum großen Wechsel im Stammquartier in Herzogenaurach kommen.
Es sei jedoch "geplant", dass aus dem ersten 24-Mann-Kader einige Spieler auch im zweiten Kader für die Partien am 1. Oktober in München gegen Serbien und drei Tage später in Thessaloniki erneut gegen Griechenland dabei sein werden. Ter Stegen als Nummer eins im ersten Spiel Dies gilt etwa für das Bayern-Duo Jamal Musiala, Gnabry und Nico Schlotterbeck, das nach Verletzungen wieder in Form kommen soll. Rückkehrer Marc-André ter Stegen wird als Nummer eins in das erste Spiel gegen die Niederlande gehen, wie Klopp ankündigte. "Er ist fit, er bringt die notwendige Erfahrung mit."