Kind (3) erlitt "Höllenqualen": Eltern lassen Sohn verhungern - Urteil gefallen

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Prozess in Innsbruck - Eltern ließen Dreijährigen verhungern
Die Angeklagten werden von Justizbeamten in das Landgericht geführt. Die Eltern eines drei Jahre alten Jungen sind unter anderem wegen Mordes angeklagt, nachdem ihr Kind im Mai 2024 verhungert und ...
Prozess in Innsbruck - Eltern ließen Dreijährigen verhungern
- (ZEITUNGSFOTO.AT/APA)
Prozess in Innsbruck - Eltern ließen Dreijährigen verhungern
Der Angeklagte sitzt im Landgericht. Die Eltern eines drei Jahre alten Jungen sind unter anderem wegen Mordes angeklagt, nachdem ihr Kind im Mai 2024 verhungert und verdurstet war ...
Prozess in Innsbruck - Eltern ließen Dreijährigen verhungern
Unbekannt (ZEITUNGSFOTO.AT)

Erschütternd: Eine Frau und ein Mann haben ihren Sohn (3) zu Tode gequält. Das Kind verhungerte und verdurstete - und wog am Ende nur noch so viel wie ein Säugling.

Update vom 10.02.2026: Eltern ließen Dreijährigen verhungern - lebenslange Haft 

In Österreich sind die Eltern eines verhungerten Dreijährigen wegen Mordes, Quälens und Freiheitsentziehung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Angaben einer Gerichtsmedizinerin hatte der Junge bei seinem Tod nur vier Kilogramm gewogen, wie die Nachrichtenagentur APA von dem Prozess im Innsbrucker Landesgericht berichtete. 

Laut dem noch nicht rechtskräftigen Urteil werde die Mutter in ein Zentrum für psychisch gestörte Straftäter eingewiesen, teilte eine Sprecherin des Landesgerichts Innsbruck im Bundesland Tirol mit. Der kleine Junge war im Mai 2024 im Bezirk Kufstein im Bundesland Tirol verhungert und verdurstet. "Das Kind hatte ein Greisengesicht, der Körper war nur mehr Haut und Knochen", sagte die Gerichtsmedizinerin. 

Staatsanwältin: Kind erlitt "Höllenqualen" - Geschwister mussten Leid des Bruders miterleben

Das Kind habe monatelang "Höllenqualen" erlitten, sagte die Staatsanwältin. Es sei in einen dunklen Raum gesperrt, gefesselt, geschlagen und kaum mit Nahrung versorgt worden.

Die Anklage stützt sich auf Chatnachrichten und Mails zwischen Vater und Mutter sowie auf Foto- und Videoaufnahmen, welche die heute 27-jährigen Eltern von den Misshandlungen angefertigt hatten. Die Angeklagten hätten sich in den Nachrichten immer wieder gegenseitig bestärkt und sich über ihren leidenden Sohn lustig gemacht, sagte die Anklägerin.

Die Eltern gestanden die Taten, wie die APA weiter berichtete. Der Vater sagte vor Gericht, er habe keine Erklärung für das, was er getan habe. Er bereue, und es tue ihm leid, dass seine anderen Kinder das Leiden und Sterben ihres Bruders mitbekommen hätten, so der Angeklagte. Das Paar hat noch drei Töchter.

Die Mutter äußerte sich nicht näher zu den Vorwürfen. Sie sei nach mehreren, teils ungewollten Schwangerschaften psychisch überfordert gewesen, erklärte ihr Verteidiger. Eine Gerichtspsychiaterin sagte aus, dass bei der Frau eine schwerwiegende psychische Störung vorliege. Die Mutter habe in dem Jungen einen Schuldigen für ihre Lage gesehen. Der Vater sei in diese Erzählung "eingestiegen", so die Expertin.

Ursprungsmeldung vom 12.11.2025: Wegen Mordes angeklagt: Eltern lassen Sohn verhungern und verdursten

Erschütternder Fall: Ein drei Jahre alter Junge soll nach Angabe der österreichischen Justiz von seinen Eltern monatelang zu Tode gequält worden sein. Wie die Innsbrucker Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden die 27-jährigen Eltern unter anderem wegen Mordes angeklagt, nachdem ihr Kind im Mai 2024 verhungert und verdurstet war.

Im Zuhause der Familie im Tiroler Bezirk Kufstein an der Grenze zu Bayern sei der Junge auch geschlagen, gefesselt, im Dunkeln eingesperrt, und tagelang nackt in eine Schublade eingeschlossen worden, hieß es von der Anklagebehörde. Das Kind sei gezielt unterernährt worden. Als der Dreijährige starb, wog er nur etwa sieben Kilogramm - nicht einmal halb so viel wie für sein Alter üblich.

Die Eltern lebten nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer finanziell angespannten Lage. Sie hätten sich in eine Fantasiewelt geflüchtet und einen Dämon im Körper des Sohnes für ihr Schicksal verantwortlich gemacht, hieß es. Laut einem Expertengutachten sind Vater und Mutter zurechnungsfähig, sie weisen demnach jedoch eine sadistische Persönlichkeitsstörung auf.

Die Eltern sind auch wegen Quälens und Freiheitsentziehung angeklagt. Sie haben laut Staatsanwaltschaft die Taten gestanden. Die Anklage stützt sich auf Chatnachrichten zwischen Vater und Mutter sowie auf Foto- und Videoaufnahmen, die die beiden von den Misshandlungen angefertigt hatten.