Horror-Diagnose für Papst Leo XIV. – weitere Schreckensmeldung aus Familie

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Papst Leo XIV. wurde am Dienstag operiert. Die Diagnose bestätigt die Befürchtungen: Der 71-Jährige hatte ein Karzinom. Kurz darauf folgt die nächste Schreckensmeldung aus der Familie.

Erst am Sonntag hatte Leo XIV. einen Knoten in der Lunge öffentlich gemacht. Nur zwei Tage später wird er operiert. Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt. Dies teilte das Ärzteteam der Gemelli-Klinik in Rom nach einer etwa anderthalbstündigen Operation am Abend mit.

Es ist die einzige Schreckensmeldung aus der Familie des Papstes. Nun wird bekannt: Neben Papst Leo XIV. leidet auch einer seiner älteren Brüder, laut Angaben seiner Ehefrau, an einer Krebserkrankung. Der in Florida lebende Bruder des Kirchenoberhaupts, Louis Prevost, wird aufgrund eines Multiplen Myeloms in einer Klinik behandelt, sagte seine Ehefrau Deborah Prevost dem US-Sender CBS.

Papst liegt drei Stunden im OP‑Saal – das sagen die Ärzte

Die Papst-Operation an sich verlief nach Angaben der Ärzte "erfolgreich". Insgesamt habe sich der Papst etwa drei Stunden im OP-Saal befunden. Nach der Operation, bei der auch kleine Videokameras zum Einsatz kamen, sei er in sein Zimmer zurückgekehrt. Dort soll sich Leo jetzt etwa eine Woche erholen. Offen blieb, wie es mit seiner Therapie nun weitergeht. Der Papst selbst äußerte sich am Abend nicht.

Leo hatte zuvor bekanntgegeben, dass es sich um einen Knoten in einem "sehr frühen Stadium" handele. In der Regel sind die Aussichten auf Heilung dann deutlich besser, als wenn die Erkrankung erst später entdeckt wird.

Auf Anraten der Ärzte entschloss er sich dann zu der baldigen Operation. Bis dahin waren keinerlei gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt.

Für Papst verhältnismäßig jung

Leo hält sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. Mit seinen 71 Jahren ist er immer noch ein verhältnismäßig junger Papst. Bei seiner Wahl im Mai vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, dass er ein langes Pontifikat vor sich haben werde, möglicherweise mehrere Jahrzehnte lang.

Im Gemelli-Krankenhaus wurden auch schon andere Päpste behandelt wie Johannes Paul II. aus Polen oder Leos unmittelbarer Vorgänger Franziskus. Die Pontifexe haben dort einen eigenen Trakt, in dem sie rund um die Uhr versorgt werden.

Franziskus lag dort bis kurz vor seinem Tod mit 88 Jahren im April 2025. Dem Argentinier fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil seiner Lunge.

Leo XIV. rief Bruder an und berichtete über OP

Die Krebserkrankung des Bruders des aktuellen Papstes wurde nun bekannt. Bei seinem Bruder Louis (74) wurde laut seiner Ehefrau bereits 2017 eine Krebsdiagnose gestellt. 2019 unterzog er sich einer Stammzellenbehandlung, danach war die Erkrankung lange Zeit unter Kontrolle. Wie es ihrem Mann derzeit geht, sagte sie nicht.

Die beiden Brüder hätten in der vergangenen Woche miteinander gesprochen. "Er rief an, um uns mitzuteilen, was passieren wird", berichtete Deborah Prevost bei CBS. Wie es dem Papst, der eigentlich Robert Francis Prevost heißt, aktuell geht, konnte sie nicht sagen.

"Wir beten weiter und hoffen für beide auf das Beste." Louis Prevost hatte zuvor in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zu Gebeten für seinen Bruder aufgerufen.

Neue Offenheit bei Papst-Krankheit

Papa Leo erschien zu dem Eingriff in einem schwarzen Auto mit Polizeieskorte. Vor dem Krankenhaus wurde er von einem Ärzteteam und auch zahlreichen Schaulustigen in Empfang genommen. Auch drinnen hießen ihn viele willkommen. Er winkte und lächelte zuversichtlich. Viele beteten auch für ihn – so wie dort erst vergangenes Jahr Menschen für Franziskus gebetet hatten.

Mit der Bekanntgabe vor Zehntausenden Gläubigen am Sonntag auf dem Petersplatz zeigte Leo eine Offenheit im Umgang mit gesundheitlichen Problemen, wie das für Päpste nicht selbstverständlich ist. Der Vatikan hielt früher den Gesundheitszustand der Kirchenoberhäupter streng unter Verschluss, solange die Leiden nicht offensichtlich waren – und manchmal auch noch dann.

Vorschaubild: © Alessandra Tarantino/AP/dpa