In Brüssel wurde ein Polizist bei einem Einsatz erschossen. Die Polizei hat mehrere Verdächtige festgenommen, die Hintergründe werden noch untersucht.
In Brüssel ist ein Polizist durch einen Kopfschuss ums Leben gekommen. Der 41-jährige Beamte war am Montagabend im Nordwesten der belgischen Hauptstadt in Zivil im Einsatz wegen eines gestohlenen Fahrzeugs, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Obduktion bestätigte, dass der Beamte tödlich von einem Projektil am Kopf getroffen wurde, erklärte der Staatsanwalt bei einer Pressekonferenz.
Zuvor war bei der Polizei ein Anruf aufgrund eines gewaltsam entwendeten Fahrzeugs eingegangen. Die Polizei konnte das Auto in der Brüsseler Gemeinde Jette lokalisieren. Der erfahrene Beamte näherte sich ohne Uniform dem geparkten Auto, um die Lage zu sondieren. Da er keine Rückmeldung gab, machten sich seine Kollegen auf die Suche nach ihm und fanden ihn leblos auf dem Gehsteig. Er verstarb kurze Zeit, nachdem er am Kopf getroffen wurde. Am Tatort wurden mehrere Waffen auf dem Boden entdeckt.
Premierminister De Wever bringt Trauer zum Ausdruck
Weiterhin hieß es, mehrere Personen seien festgenommen worden. Die Ermittlungen dauern an. In dem Fahrzeug wurden Drogen entdeckt, ein möglicher Zusammenhang mit dem Angriff blieb zunächst ungeklärt. Ein Untersuchungsrichter ermittelt wegen Mordes an einem Polizeibeamten. Drogenkriminalität hat sich in der belgischen Hauptstadt in den letzten Jahren zu einem immer größeren Problem entwickelt.
Belgiens Premierminister Bart De Wever (N-VA) hat - wie viele andere hochrangige Würdenträger auch - in den sozialen Netzwerken seine Trauer zum Ausdruck gebracht: "Ein Polizist hat vergangene Nacht im Dienst in Brüssel sein Leben verloren. Ich spreche seiner Familie, seinen Liebsten und dem gesamten Polizeibezirk Brüssel-Hauptstadt/Ixelles mein tiefstes Beileid aus".