"Ihr interpretiert mich alle falsch", sagt Gina Lückenkemper am ZDF-Mikro, dann fließen Tränen

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Gina Lückenkemper
Gina Lückenkemper ließ am ZDF-Mikro den Tränen freien Lauf.
ZDF
Leichtathletik-EM
Sprinterin Gina Lückenkemper (rechts) schied bei der Leichtathletik-EM im Halbfinale über 100 Meter aus.
2026 Getty Images/Julian Finney

Einen Tag nach ihrem Aus im 100-Meter-Halbfinale ließ Gina Lückenkemper erneut vor der Kamera den Tränen freien Lauf. Enttäuscht über ihren Auftritt bei der Leichtathletik-EM sei sie aber nach wie vor nicht.

Der Traum vom EM-Finale über die 100 Meter ist für Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham geplatzt. Die deutsche Sprinterin schied am Montag im Halbfinale als Fünfte mit einer Zeit von 11,28 Sekunden aus. Tags drauf stand sie nun im ZDF Rede und Antwort. Reporterin Maral Bazargani sprach die Sportlerin auf ihren Gefühlsausbruch am Mikrofon der ARD-Kollegen an: "Gestern warst du ein bisschen aufgelöst nach dem Lauf."

"Ich glaube, da interpretiert Ihr mich alle falsch", widersprach die 29-Jährige und versicherte: "Ich bin gestern schon zufrieden gewesen, ich bin es heute nach wie vor." Lückenkemper hatte in der Vorbereitung auf das Event mit den Folgen eines Zeckenbisses zu kämpfen und musste eine Trainingspause einlegen. Insbesondere ihr Gleichgewichtssystem sei in Mitleidenschaft gezogen worden. "Es wird immer besser, es braucht einfach noch ein bisschen mehr Zeit", sagte sie im ZDF.

"Das war gestern etwas Besonderes"

Auf die Nachfrage "Ist da was von dir abgefallen?" flossen bei der zweifachen Europameisterin von 2022 dann wieder die Tränen. "Definitiv", bestätigte Lückenkemper. "Ich war mir nicht sicher, ob ich hier bei der EM stehen kann. Es war echt nicht einfach dieses Jahr. Ich kann einfach nur dankbar sein, dass ich es am Ende trotzdem geschafft habe." Einen EM-Startplatz schenke einem niemand, bekräftigte sie, den müsse man sich hart erarbeiten: "Das war gestern etwas Besonderes."

Am Montag hatte Gina Lückenkemper ihre Tränen bei ARD-Reporter Ralf Scholt ebenfalls mit Erleichterung erklärt: "Die Tränchen sind aus Dankbarkeit, weil das ist einfach im Sport so: Es geht so schnell auf und ab und kann sich so schnell in alle Richtungen entwickeln." Medaillenhoffnungen bei der EM kann sich Lückenkemper noch bei den anstehenden Staffel-Wettkämpfen machen.

Quelle: teleschau – der mediendienst